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Marketing

„The Next Big Thing“: Zynga will zum „Google der Games“ werden

Die Online-Game-Schmiede Zynga, die Google der Games“ werden. Vergleicht man die Erfolgsgeschichte des 2007 von Mark Pincus gegründeten Unternehmens mit Web-Größen wie Facebook, Twitter oder auch Google, so ergeben sich interessante Parallelen, die Zynga eigentlich schon jetzt zum „next big thing" werden lassen.

Als Mark Pincus das Zynga Game Network 2007 gründete, war er sich sicher, es müsse im Internet noch was anderes als einen Flohmarkt, einen Buchladen, eine Suchmaschine und ein Portal geben. Wer sich zu einem so frühen Zeitpunkt schon im Zusammenhang mit Web-Giganten wie Ebay, Amazon, Google und Yahoo sieht, der hat ehrgeizige Pläne. Zugegeben, das haben viele Gründer. Und oft scheitern sie früh. Anders Pincus, der es in nur drei Jahren geschafft hat, mit einem Unternehmen 500 Millionen US-Dollar Jahresumsatz zu erzielen, das lediglich virtuelle Güter verkauft.

Hat gut Lachen - Zynga-Gründer Mark Pincus (Foto: Joi, Flickr.com)

Vergleich mit Twitter, Facebook und Google

Schon jetzt wird Zynga als das angesagteste Startup aus dem Silicon Valley seit Twitter und Facebook angesehen. Und bei einem genaueren Vergleich kann Zynga selbst diese beiden Big Player noch in den Schatten stellen. Twitter macht erst jetzt so langsam die ersten Gehversuche bei der Monetarisierung der Plattform - Zynga dagegen ist schon heute äußerst profitabel. Und während Facebook als der Platzhirsch der Social Networks etwa viereinhalb Jahre brauchte, um die Marke von 100 Millionen Nutzer zu knacken, schaffte Zynga dies schon in zweieinhalb Jahren.

Auch zu Google gibt es einen interessanten Vergleich, den diesmal Mark Pincus selbst herstellt: Er vergleicht die Situation auf dem Online-Entertainmentmarkt zur Gründung von Zynga, mit der der Suchmaschinen zur Zeit der Gründung von Google.

Auch in Sachen Beliebtheit eifert Zynga Google nach, allerdings wohl eher unfreiwillig. Bei Facebook sind beispielsweise die „Ernte-Meldungen“ der FarmVille-Spieler für viele Nutzer einfach nur nervig. Dass einer der virtuellen Freunde gerade ein Feld bestellt oder Kürbisse erntet, hat so gut wie keinen Informationsgehalt und wird folglich vielfach mit der Verbergen-Funktion aus dem persönlichen Stream verbannt.

TechCrunch bezeichnete Zynga Ende letzten Jahres sogar als „Scamville“, weil das Unternehmen rund ein Drittel seiner Einnahmen durch irreführende, direkt in die Spiele integrierte Werbung erzielt. Die Empörung war groß, geschadet hat es dem Umsatz aber nicht.

Fazit

Die schon in frühen Jahren hohen Erträge sorgen für eine stabile Finanzbasis, die nötig ist, um nicht zum Freiwild für Übernahmen zu werden. Interessenten gibt es sicherlich genug. Google hat beispielsweise eine Summe zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar in Zynga investiert, weil die Zukunftsaussichetn eben sehr positiv eingeschätzt werden. In der Regel belässt es Google in solchen Fällen aber nicht bei einem Invest, sondern übernimmt ein interessantes Unternehmen lieber gleich komplett. Welche Kooperationen genau zwischen den beiden Unternehmen abgesprochen wurden ist nicht bekannt. Google wollte aber scheinbar sichergehen, nicht wie bei den Social Networks zu spät zu reagieren. Und wenn man Zynga schon nicht kaufen konnte, dann investiert man halt kräftig. Vielleicht baut Google ja auch eine neue Infrastruktur für FarmVille, Mafia Wars & Co., um Zynga auf seinem Weg zum „Google der Games“ zu unterstützen - und um sich ein schönes Stück vom Kuchen zu sichern.

Auch im mobilen Bereich will Zynga durchstarten

Bildnachweis: Foto von Joi auf Flickr. Lizenz: CC BY

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