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Adblocker-Krieg: Nach Bild sollen auch Stern und Spiegel Zugangssperren planen

Adblocker. (Grafik: Shutterstock)

Bild.de hat es vorgemacht, jetzt könnten andere News-Seiten nachziehen. Der Verlag Gruner und Jahr soll eine Adblocker-Blockade testen, auch Spiegel Online prüft offenbar einen solchen Schritt.

Bild.de: Adblocker müssen draußen bleiben

Seit etwas mehr als einer Woche sperrt der Axel-Springer-Verlag auf Bild.de Adblocker-Nutzer aus. Wer die Seite mit einem aktivierten Adblocker ansurft, sieht statt Inhalten einen Hinweis, dass die Seite nicht mehr aufgerufen werden kann. Zugleich gibt es Infos, wie sich der Adblocker ausschalten lässt. Jetzt könnten weitere News-Seiten wie Stern.de oder Spiegel Online folgen, wie das Branchenmagazin Horizont berichtet.

Warum sehe Bild.de nicht? Anti-Adblocker-Kampagne der BILD. (Screenshot: Bild.de)
Warum sehe Bild.de nicht? Anti-Adblocker-Kampagne der BILD. (Screenshot: Bild.de)

Demnach wolle der Verlag Gruner und Jahr zuerst auf der Webseite Geo.de eine komplette Adblocker-Blockade testen. Wer den Adblocker nicht abschalten will, erhält die Möglichkeit, die werbefreie Pay-Version zu nutzen oder muss auf die Inhalte verzichten. Ist der Testlauf erfolgreich, soll die Aktion auf weitere Portale des Verlags, darunter auch Stern.de, ausgeweitet werden, wie es bei Horizont.net heißt.

Weitere Verlage sollen Anti-Adblocker-Aktionen planen

Demnach prüfe auch Spiegel Online entsprechende Schritte und sei mit potenziellen Technologiepartnern im Gespräch. Andere Publisher wie Golem.de oder der Heise-Verlag haben ein werbefreies Bezahlmodell im Angebot, in dessen Rahmen sie den Nutzern ihre Online-Inhalte ohne Werbung gegen einen geringen Obolus zur Verfügung stellen.

Bild.de hat mit seinem Vorstoß zweifelsfrei für große Aufmerksamkeit in der Medienwelt gesorgt – allerdings auch in der Adblocker-Gemeinde. „AdBlock Plus“-Betreiber Eyeo etwa will in den Tagen nach dem Start der Bild-Aktion gegen Adblocker-Nutzer überdurchschnittlich viele Spenden erhalten haben. Ob und wie sich die Adblocker-Blockade bei Bild.de für den Verlag lohnt, wird sich noch weisen müssen. Dass es dem Axel-Springer-Verlag damit ernst ist, musste zuletzt ein YouTuber feststellen, der für ein Video abgemahnt wurde, in dem er die Umgehung der Blockade erklärt hatte.

Adblocker kosten Publisher angeblich Milliarden

Einer Studie zufolge sollen der Werbeindustrie und den Publishern aufgrund der Adblocker-Nutzung im Jahr 2015 weltweit fast 22 Milliarden US-Dollar verloren gehen. Für 2016 wird sogar ein Verlust in der Höhe von 41,4 Milliarden US-Dollar durch Adblocker-Nutzung prognostiziert.

via www.golem.de

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13 Reaktionen
ratoli

Warum genau sollte ich eine Website wie Bild.de überhaupt ohne #Adblocker besuchen? Dieses Angebot steht genau für die Inhalte, welche Adblocker für die User überhaupt zum Thema machen.
Allein auf der Startseite werden dem Besucher in mindestens 57 Fällen Werbung und Tracker aufgezwungen. (Ist das schon ein Spezialdienst, der bei der Telekom Extra-Gebühren zahlen sollte?)

Um bild.de "geniessen" zu dürfen reicht es ausserdem nicht aus den Adblocker nur für diese Seite zu deaktivieren, man muß ihn KOMPLETT ausschalten, HAMMER!

Grundsätzlich unterstütze ich werbefinanzierte Internetangebote, bewege mich aber immer mit den folgenden AddOns im Netz:

AddBlock Edge (auf keinen Fall AddBlock Plus)
Ghostery

Auf Angeboten die ich regelmässig nutze deaktiviere ich gerne den Adblocker um sie zu unterstützen (Sofern die Werbung nicht zu penetrant ist). Niemals deaktiviere ich Ghostery.

Anbei mal eine Übersicht der blockierten Inhalte auf bild.de Startseite. (Stand: 04.11.15)

Adap.tv-Werbung
AdGear-Werbung, Behavior Tracking
Adition-Werbung
AdScale-Werbung
ADTECH-Werbung
Advertising.com-Werbung
AppNexus-Werbung
BidSwitch-Werbung
BrightRoll-Werbung, Video Player, Analytics
Criteo-Werbung, Search
Datalogix-Werbung
Dotomi-Beacons
DoubleClick-Werbung
EQ Advertising-Werbung
eyeReturn Marketing-Werbung, Segment Data
Facebook Connect-Widgets, Social
Facebook Custom Audience-Werbung
Facebook Exchange (FBX)-Werbung
Google Analytics-Analytik, Analytics
GroupM Server-Werbung
Improve Digital-Werbung
Index Exchange (Formerly Casale Media)-Werbung
INFOnline-Analytik
Krux Digital-Beacons
Lijit-Werbung
LiveRail-Werbung, Video Player
Magnetic-Beacons, Segment Data, Behavior Tracking
Media Innovation Group-Analytik
Media Optimizer (Adobe)-Beacons
MediaMath-Werbung
Meetrics-Analytik
Melt-Werbung
Netmining-Beacons
New Relic-Analytik, Analytics
Nugg.Ad-Werbung
OpenX-Werbung
Optimax Media Delivery-Werbung
Outbrain-Widgets
PubMatic-Werbung
PulsePoint-Werbung
Quantcast-Werbung
RadiumOne-Beacons, Behavior Tracking
Right Media-Werbung
Rocket Fuel-Beacons
Rubicon-Werbung
ScoreCard Research Beacon-Beacons, Analytics
SiteScout-Werbung
Sizmek-Werbung, Video Player
SMART AdServer-Werbung
SpotXchange-Werbung, Video Player
TradeDesk-Werbung
Turn Inc.-Werbung, Affiliate Marketing, Lead Management
Twitter Button-Widgets, Social
Videology-Beacons, Video Player
Visual Revenue-Analytik
Webtrekk-Analytik
Yieldlab-Werbung

Antworten
Der falsche Ansatz

Das geht mal wieder (wie üblich) in die falsche Richtung aus meiner Sicht. Ich weiß natürlich nicht, ob ich repräsentativ eine große Masse darstellen kann, aber ich blocke Werbung eigentlich nicht, weil ich sowas ganz und gar nicht sehen möchte. Ich akzeptiere, dass die allermeisten Angebote natürlich nicht als von Natur aus gegeben angesehen werden können und man zumindest die Kosten decken müsste.... allerdings bitte in einem passenden Rahmen - ohne allumfassendes Tracking und überlagernden Layern. In die gleiche Schiene passen übrigens auch diese Auto-Play-Videos... Wenn ich ein solches sehen möchte, starte ich es... so überlege ich mir, wie ich den Rotz blocken kann, um nur dann den Kram zu sehen, wenn ich es möchte.

Genauso kriminell wie Bild und Co ist auch Eyeo mit seiner bezahlten Whitelist. Dann kann ich auch das endgültige Abschaffen der Netzneutralität befürworten. Das ist das selbe in Grün.

Unaufdringliche, nicht trackende Werbung und ich bin dabei. Kein Geblocke, kein allergisches Reagieren... aber nicht hinten herum!

Antworten
Alex

Prinzipiell habe ich nichts gegen Werbung auf Seiten. Was mich stört sind die aufdringlichen Werbungen. Nicht selten habe ich es erlebt das ich eine Webseite aufgeruft habe und dort z.B. eine Videowerbung mit Ton abgespielt wird. Jenachdem wie die Lautstärkeregler eingestellt waren (z.B. weil ich vorher über den Browser Musik abgespielt habe) habe ich dadurch einen schreck bekommen weil es sehr laut war.

Wenn die Werbeindustrie nicht aufdringliche Werbung entwickeln würde bin ich mir sicher das einige Adblocker nicht nutzen würden.

Die Reizüberflutung, wie von Andi bereits erwähnt wurde, ist ebenfalls ein für mich starkes Argument für die Adblocker-Benutzung.

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Webmaster

Wieso eigentlich immer diese Rage für die Adblocker-Aussperrungen? Das stiess mir beim Bild-Artikel zuvor etwas auf. Vorweg, um die Sperre zu testen, habe ich zum ersten Mal deren Website aufgerufen.
Ich selber habe einige deutschsprachige Seiten mit Google Ads und merke seit der starken Diskussion in der Presse Einbrüche über fünfzig Prozent. Mir ist das egal, weil ich einen anderen Vollzeitberuf habe. Mir tut es Leid für kostenlose Seiten mit qualitativ hochwertigem Inhalt. Gerade die, die auf deutschsprachiges Panikpublikum angewiesen sind.
Mir war klar, dass weitere Seiten dem Beispiel von Bild nachziehen werden. Nur die waren stark genug damit zu starten und haben das dicke Fell.
Sollen die Adblocker ruhig wieder verschwinden. Die meisten Internetblindgänger merkten nie den Unterschied und kamen doch nur durch das omnipräsente Pressethema zur Nutzung. Kluge Köpfe finden immer ihre individuelle Lösung zum stressfreien Browsen.

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Yasna

Werbung als Zeitungsbeilage finde ich gerade noch so erträglich, die legt man halt zur Seite, wenn man sie gerade nicht benötigt.
Werbung, die einem Zeit stiehlt, Bandbreite raubt, unerwünschte Ablenkung erzielt und Content versteckt hat keinen Zusatznutzen.

Adblocker ausschalten ist keine Option. Bild liest sowieso kein vernünftiger Mensch, wenn aber auch richtige Publikationen nachziehen, führt das nur dazu, daß sich Nutzer woanders informieren. Wenn SPON und Konsorten das möchten, gute Reise.

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Andi

Gegen halbwegs gut gemachte Werbung, auf Webseiten welche mir einen Mehrwert bieten, ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Auf diversen Seiten ist bei mir auch AddBlock und ghostery gezielt deaktiviert z.B. für t3n.de, gpsies.com ...
Wenn ich auf Spiegel Online und Konsorten ohne Addblock gehe, bekomme ich aber fast einen epilleptischen Anfall auf Grund der Reizüberflutung. Abwechselnd springt mir da Tech-Nick, 1und1 oder ähnliches mit dem nackten Werbearsch ins Gesicht.
Weiterhin verfolgen mich diverse Cookies bis ins Grab und ich habe keine Lust das immer mit berücksichtigen zu müssen.
Klassischer Fall von selbstgeschaufeltem Grab.

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Peter

Super!!! Endlich!!!
Nur wenn es alle und auch die Großen machen, lässt sich AdBlock zurückdrängen. In Zukunft wird es eh entweder Paid-Content bzw. Paywall oder eben zwangsweise deaktivierten AdBlocker geben. Ich surfe seit einem Jahr wieder komplett ohne und mal ehrlich... gibt kaum noch Layer oder nervige Werbung und dass Werbung etwas blinkt und Aufmerksamkeit fordert dürfte jedem verständlich sein. Das ständige Gemecker bin ich so leid. Alles Schmarotzer, die selbst bei einem einzigen Banner schon durchdrehen und sich beschweren. Lächerlich. Bin voll dafür, dass Verlage jetzt mal ernst machen und alle kleinen Websites hoffentlich nachziehen.

Antworten
Mike

Als Besucher einer Website interessiere ich mich für den dort angezeigten Content und nicht für die lustigen Werbebanner... Ich bin es leid dass die Besucher von vielen Webseitenbetreibern nur noch als dummes Klickvieh gesehen werden deren einziger Zweck es ist auf Werbung zu klicken und irgendwas zu kaufen.

Bis zu einem gewissen Punkt ist das auch ok. Aber die Werbeindustrie hat geglaubt das Ausnutzen zu müssen. Die Werbungen wurden immer größer und nerviger, so dass man sich auf manchen Seiten schwer tut den Content zwischen der Werbung zu finden. Das hat doch überhaupt erst dazu geführt dass sich jemand hingesetzt und einen solchen Adblocker entwickelt hat.

Dass so viele Menschen einen Adblocker benutzen ist eine ganz deutliche Aussage. Viel Deutlicher geht's kaum. Anstatt jetzt in Panik zu verfallen sollten die Werbetreibenden besser Anfangen sich eine alternative Werbeform zu überlegen. Mit Gewalt kommt man hier nämlich nicht weiter.

Außerdem macht's keinen Unterschied ob ich einen Addblocker benutze oder einfach so nicht auf die Werbung klicke. Reite Siteviews und versehentliche Klicks bringen dem Werbetreibenden eh keinen Gewinn.

Antworten
Level3

@Peter
Es geht schon lange nicht mehr nur um blinkende Werbebanner.

Ich kann dir nur nahelegen dich etwas mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Ein guter Anfang ist es Ghostery oder DisconnectMe zu nutzen. Deine Webseiten des Vertrauens anzusteuern und dir mal verdeutlichen lassen welche Scripts und Unternehmen eigentlich alles im Hintergrund versuchen von dir Daten zu erfassen.

Auf der Ghostery Seite oder direkt über das DisconnectMe Browser Addon kannst du dir dann TrackingMaps anzeigen lassen, die das Ganze noch mehr ersichtlich machen, um wieviele Ecken deine Daten gereicht werden, wieviele Unternehmen sich einklingen und ausspähen und in wieviele Länder dein Nutzerverhalten wandert und dort ohne deine Erlaubnis gespeichert und ausgewertet wird.

Es zeugt von purer Naivität und Unerfahrenheit über dieses Thema, wenn du dich soweit aus dem Fenster lehnst und dieses Verhalten noch für gut heißen kannst.

Werbung ist nur noch der Grund den man vor den Gerichten versucht anzugeben damit man etwas Hoffnung hat auf die Klageschrift. Siehe Bild. Tatsache ist aber, das Tools wie Adblock, Adguard, DisconnectMe oder Ghostery nicht nur Werbung blockt, sondern dich vor dem Missbrauch deiner Privatssphäre schützt!

Durch Heat Maps, Analytics, Tracking, Cookies, systematisches verfolgen des Surfverhaltens, Profiling, einschläußen von Malware, Trojanern und Viren usw. können so personenbezogene Profile erstellt werden. Dank den APIs von Facebook, Twitter und Google kann man dem Surfverhalten sogar einen Namen und ein Bild des Anwenders des Browsers geben.

Wer keinen Adblocker nutzt beim surfen, der handelt genauso grob fahrlässig als würde er keinen Anti Virenschutz nutzen. Oder vertraust du dem hauseigenen Windows Defender? :D

Antworten
Tscharli

@Level3

Einem - sicherlich regelmäßigem bild.de-Leser - wie @Peter braucht man solche komplizierten Sachverhalte sicherlich nicht erklären, schon gar nicht in einer ihm fremden Sprache.

Besser wäre:

"Super! Boing, Farz! Uaahhh! Endlich!"

Oink

@Peter: Ich weiß ja nicht auf welchen Seiten du so unterwegs bist, aber " gibt kaum noch Layer oder nervige Werbung" stimmt überhaupt nicht. Verstehe deinen Post eher Trollpos ...

Es wurden genug Argumente geliefert, warum Adblocker, vorallem im Mobilen Bereich, notwendig sind. Wer das nicht einsieht, wird früher oder später eh auf den Trichter kommen.

Adblock User durch Javascript gefunzel zu erkennen und dann auszusperren bringt eh nix. Paywall ist hier die einzige Möglichkeit, wo man jedoch mit dem Verlust von Besuchern rechnen muss.

Antworten
Hendrik

"Dass es dem Axel-Springer-Verlag damit ernst ist, musste zuletzt ein YouTuber feststellen, der für ein Video abgemahnt wurde, in dem er die Umgehung der Blockade erklärt hatte."
Langsam sollte dieses Abmahngebaren mal überdacht werden, im Gegenzug müsste man jede Firma/Kanzelei wegen unangebrachter Abmhnungen "abmahnen" können.
Die Sperre ließ sich schon mit ausschalten von JavaScrip "umgehen" das ist definitiv keine technische Sperre die unlauter umgangen wurde - auch nicht wenn man den AdBlocker umkonfiguriert.

Antworten
Abwanderung auf Mobil einkalkulieren

Stellt bitte mal die Verluste durch Abwanderung auf Facebook-instant-News, Handy-Abruf, Smartphone-News, Im-Auto-Vorlese-News und natürlich News am Android/iOS-SmarTV gegenüber. IVW hat die Zahlen vielleicht.

Die Adblocker kriegen die Schuld, aber Handy-Abrufe und die Bevorzugung der Mobilen Seiten in Google-Suche sind vielleicht genau so vermindernd für die Desktop-Webseiten-Ad-Abruf-Zahlen und Einnahmen.

Und bevor in LTE-Gebieten die 500 Megabyte Daten-Guthaben schon am 1. des Monats dank Produkt-Video verbraucht sind und man den Rest des Monats mit Edge-Speed surfen muss, spart man sich das anklicken von Werbung am Handy vielleicht auch und merkt sich das Produkt nur um es in Amazon zu suchen und die Rezensionen zu lesen.

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