Karriere

Freelancer und Gründer aufgepasst: So bekommt ihr mit der Bildungsprämie bis zu 500 Euro für eine Weiterbildung geschenkt

(Foto: Shutterstock)

Gründer und Freelancer mit einem Jahreseinkommen von unter 20.000 Euro können sich mit der Bildungsprämie die Hälfte eines Weiterbildungskurses bezahlen lassen und damit bis zu 500 Euro sparen. Hier erklären wir dir, wie es geht.

Regelmäßige Weiterbildung ist wichtig, gerade für Gründer, die auf vielen Themengebieten agieren und im schnelllebigen Webbusiness am Ball bleiben wollen. Das Angebot ist vielfältig, von der Finanzbuchhaltung über Personalführung bis hin zur Newsletter-Optimierung. So ein Kurs kann aber ordentlich ins Geld gehen: Zweitägige SEO- oder Marketingkurse kosten zum Beispiel nicht selten um die 1000 Euro.

Für alle, deren Jahreseinkommen die 20.000-Euro-Grenze nicht übersteigt, gibt es allerdings eine gute Nachricht: Das Bildungsministerium unterstützt berufliche Weiterbildungsmaßnahmen mit dem Bildungsprämien-Programm und übernimmt 50 Prozent des Kursentgelts.

Für die Bildungsprämie gelten ein paar Regeln – so kann es klappen:

  • Du musst zu den Geringverdienern zählen: Wichtigste Voraussetzung ist, dass dein zu versteuerndes Jahreseinkommen unter 20.000 Euro liegt.
  • Nichts für Jungspunde: Das Mindestalter liegt bei 25 Jahren.
  • 500 Euro ist das Maximum: Die Fördergrenze liegt bei 1000 Euro. Kurse, die teurer sind, werden bei der Bildungsprämie nicht berücksichtigt. Erstattet wird genau die Hälfte.
  • Im Nachhinein geht nichts mehr: Nachträglich lässt sich die Prämie nicht mehr beantragen. Man muss zunächst den Bewerbungsprozess durchlaufen und den Antrag im Vorfeld genehmigen lassen.
  • It’s all about the job: Gefördert werden frei zugängliche Kursangebote, jedoch kein Einzelunterricht. Es muss sich um eine individuelle berufliche Weiterbildung handeln, Hobby- oder freizeitorientierte Fortbildungen und Weiterbildungen, die der Gesundheitsprävention oder der Persönlichkeitsentwicklung dienen, sind tabu.
  • Keine betriebliche Weiterbildung: Der Eigenanteil muss von dir selbst bzw. von einer anderen Privatperson (Partnerin bzw. Partner, Eltern, Verwandte) bezahlt und darf nicht vom Arbeitgeber übernommen werden.

Sollte es mit der Gründung sehr langsam anlaufen und dein Jahreseinkommen auch zwei Jahre später noch nicht die 20.000 Euro-Marke knacken: Der Prämiengutschein kann alle zwei Jahre neu beantragt werden.

Passt alles? Dann kannst du ja loslegen:

In einem Vorab-Check kannst du auf der Seite des Bildungsministeriums zur Bildungsprämie prüfen, ob du alle Kriterien erfüllst. Dort findest du außerdem die Adresse der nächstgelegenen Beratungsstelle, bei der du dich für die Antragstellung vorstellen musst.

Nach Weiterbildungskursen aller Sparten kann man zum Beispiel bei Semigator.de oder Kursfinder.de suchen. Bei Semigator kannst du auch eine Preisgrenze bei der Suche angeben, sodass dir nur Kurse angezeigt werden, die für die Förderung in Frage kommen.

Lies in diesem Zusammenhang auch: 11 Onlinekurse für Gründer und Entwickler

Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 1. Oktober 2014

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Ein Kommentar
Anne1985
Anne1985

Der Artikel ist super interessant und sollte ich mir auf jeden Fall merken. Habe nämlich vor, demnächst an einem Rhetorik Training teilzunehmen. Möchte unbedingt meine Präsentationstechniken verbessern. Wollte hier http://deutsche-rednerschule.de/ einen Kurs besuchen.

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