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Software & Infrastruktur

Bill Gates in Berlin: „In meiner Jugend habe ich von künstlicher Intelligenz und schlauer Software geträumt“

Bill Gates lud nach Berlin ein. (Foto: Florian Blaschke)

Bill Gates hat in Berlin den deutschen Ableger der „Impatient Optimists“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Bill-&-Melinda-Gates-Stiftung, bei dem digitale Vorreiter in Deutschland sich mit den Themen internationale Entwicklung und Gesundheit und digitale Innovationen beschäftigen – t3n.de war dabei.

Bill Gates zu Impatient Optimists: „Technologie als treibender Fortschrittsfaktor“

Das Besondere an dem Event: Vorort war niemand geringeres als Bill Gates selbst, der sich unter anderem in Form einer Paneldiskussion näher mit den Gesprächspartnern Ph.D. Dr.-Ing. habil. Mohit Kumar (Leiter der Forschungsgruppe „Computational Intelligence in Automation“ der Universität Rostock) und Jirka Vierhaus (Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) über die Ziele der Stiftung und der Entwicklungshilfe im Allgemeinen unterhielt. Das Themenspektrum auf dem Podium war im Rahmen dessen breit gefächert und befasste sich unter anderem mit Fragen und Meinungen zu den Möglichkeiten und Grenzen von Technologie als treibenden Fortschrittsfaktor für die globale Gesundheit und Armutsbekämpfung.

Das Thema ist auch das Programm der Stiftung, oder vielmehr der Grund, warum es die „Bill & Melinda Gates Foundation“ überhaupt gibt. In Entwicklungsländern konzentriert sich die Organisation beispielsweise vor allem darauf, die gesundheitlichen Bedingungen für die Menschen zu verbessern, damit diese nicht in die Armutsfalle geraten. Doch auch in reichen Industrienationen wie den USA verfolgen die Verantwortlichen ehrgeizige Ziele – beispielsweise die Schaffung verbesserter Zugänge zu Bildungsmöglichkeiten als Garant für ein erfolgreicheres Leben. Mit einem satten Stiftungskapital von 36,4 Milliarden US-Dollar sollen die Vorhaben vor allem durch den Einsatz und die Förderung von Technologien sowie die medizinische und landwirtschaftliche Forschung geschaffen werden. Beispielhaft wären da das „Opportunity Online Programm“, das mehrere digitale Bibliotheken-Systeme zur Verfügung stellt, oder auch auch Initiativen wie das „World Food Programme“, das die Erhöhung des Einkommens von Kleinbauern anstrebt, zu erwähnen.

In der Paneldiskussion gingen die Gesprächspartner zwar relativ oberflächlich auf den Status Quo der Entwicklungshilfe, auf die oftmals noch fehlende Transparenz der Hilfsorganisationen und die Bedeutung von Informationstechnologie für Dritte-Welt-Länder ein – jedoch wurden Teilnehmende nicht ohne den ein oder anderen Denkanstoß aus der Veranstaltung entlassen. Beispielsweise ließ der Multimilliardär an einigen Stellen durchblicken, dass sich sein Augenmerk und Lebensinhalt mit steigendem Alter deutlich verschoben hat: „In meiner Jugend habe ich von künstlicher Intelligenz und schlauer Software geträumt“, sagte Gates in Berlin. „Heute träume ich davon, Impfstoffe gegen Krankheiten wie Malaria oder HIV zu entwickeln [...]. Für diese Vorhaben hoffe ich möglichst bald auf den großen Durchbruch“, hieß es weiter. Hoffnungsvolle Worte.

Vernetzung der Welt: Größte Herausforderungen unserer Generation?

Nach der Diskussion wechselte Moderator Cherno Jobatey (inzwischen Editorial Director bei der Huffington Post Deutschland) zum zweiten Teil der Veranstaltung – der Q&A-Runde für geladene Gäste. Und: Fragen gab es zu genüge! Beispielsweise, ob Gates die Meinung Mark Zuckerbergs teilt, dass die Vernetzung der Welt eine der größten Herausforderungen unserer Generation sei. Der Microsoft-Gründer tat sich schwer mit einer Antwort und meinte: „Sicherlich ist die Herausforderung in den Top-10, doch die größten Herausforderungen liegen woanders“. Wo, hat er allerdings nicht näher erläutert.

Cherno Jobotey moderierte das Gespräch mit Bill Gates. (Foto: Florian Blaschke)
Cherno Jobotey moderierte das Gespräch mit Bill Gates. (Foto: Florian Blaschke)

Der heutige Auftritt war nur Teil einer größeren Deutschlandreise. Neben einem gestrigen Dinner, dass der Burda-Verlag initiierte und an dem unter anderem der Verleger, US-Botschafter John B. Emerson sowie die CDU-Politikerin und mögliche kommende Außenministerin Ursula von der Leyen teilnahmen, hat der Microsoft-Gründer heute Abend noch einen weiteren Termin: Er und seine Frau Melinda bekommen den Bambi für gesellschaftliches Engagement. Da darf man wohl gratulieren.

Bill Gates lud nach Berlin ein. (Foto: Florian Blaschke)

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5 Reaktionen
schlaue Software

Ich würde gerne WikiSchool gründen. Kostenlos. Ohne Steuern. Ohne Subventionen.
Von der Werbung könnte ich locker leben.
Dummerweise muss man Patente, Abmahnungen, Gebühren, Verwaltungskosten, Regularien,... erfüllen so das alle ausser mir vermutlich viel mehr kriegen.

Also muss man warten das irgendwer in innovations-freundlicheren Ländern sowas aufbaut. Und die Probleme der Wikipedia sind ja allgemein bekannt.

Und das es repressive Staaten gibt wo man keine Chat-Systeme u.ä. mag und kein Wifi an jeder Ecke hat also schmalbandig arbeiten muss, ignoriert er anscheinend auch.
Bekämpft er mit seinem M$-CSI eigentlich Spam ? Oder ignoriert er die gigantische Lebenszeit die Spam täglich kostet und in armseligen rückständigen Ländern evtl die Internet-Leitungen verstopft und 90% aller Inboxen macht so das die gigantischen Speicher-Zentren zu 90% nur Spam lagern wo man doch viel besser gescannte Bücher und Informatione stattdessen dort lagern könnte ?

Und wer sind jetzt die tollen impatient Innovators ? Ich dachte die würden dort vorgestellt wie schon 2000 unter rot-grün Schröder/Trittin/... solche Startup-Preis-Träger oder ihr hier immer wieder mit Kurzbeschreibung von Pitch-Wettbewerbs-Teilnehmer-Firmen.

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Sarah

Traurig, das keiner weiß, wie er MONSANTO unterstützt.

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ChristianZulko

Finde das soziale Engagement von Leuten wie Bill Gates oder Warren Buffett echt bemerkenswert. Das kann man gar nicht genug hervorheben.

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Benny Lava

@T Bille: Man sollte keine Rechtschreibflamewars starten, wenn man selber nicht richtig schreiben kann. :-)

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T Bille

Vorort war Bill Gates - das ist dann wohl der neue Stadtteil von Berlin.
Um mal in der SF Metapher zu bleiben: Space Matters.

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