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Bis zu 500 Millionen Euro: Pharmakonzern schluckt Biotech-Startup aus München

Biotech. (Foto: Shutterstock)

Dem Münchner Biotech-Startup Breath Therapeutics ist ein Exit mit einem Volumen von bis zu 500 Millionen Euro gelungen. Käufer ist der italienische Pharmakonzern Zambon.

Das in München und dem kalifornischen Menlo Park ansässige Biotech-Startup Breath Therapeutics ist gut zwei Jahre nach der Ausgründung aus dem Medtech-Unternehmen Pari von der italienischen Zambon-Gruppe gekauft worden. Der Pharmakonzern zahlt bis zu 500 Millionen Euro – eine stolze Exit-Summe. Laut Handelsblatt könnte das die drittgrößte Übernahme im deutschen Biotech-Sektor sein.

140 Millionen Euro gibt es sofort. Weitere 360 Millionen Euro sollen nach dem Erreichen bestimmter Verkaufsziele und Zulassungen überwiesen werden, wie Zambon mitteilte. Der Konzern will mit dem Zukauf seine Produktpalette und die Präsenz in den USA ausbauen.

Biotech-Startup arbeitet an Medikament

Breath Therapeutics, das an einem Medikament arbeitet, das Abstoßungsreaktionen nach Lungenoperationen verhindern soll, hatte im Frühjahr 2017 eine Series-A-Finanzierung über 43,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Kapitalspritze der Investoren Gimv, Sofinnova Partners und Gilde Healthcare sollte vornehmlich der Weiterentwicklung einer Inhalationstherapie für das Bronchiolitis-Obliterans-Syndrom (BOS) dienen. Für diese Behandlung und das entsprechende Arzneimittel sollten in Europa und den USA Phase-III-Studien durchgeführt werden.

E-Flow-Vernebler

E-Flow-Vernebler für das Medikament von Biotech-Startup Breath Therapeutics. (Bild: Breath Therapeutics)

Der sogenannte Medikamentenkandidat von Breath Therapeutics wird als L-CSA-I bezeichnet und ist eine inhalierbare Variante des schon am Markt befindlichen Mittels Cyclosporin. Verabreicht werden soll das flüssige Medikament über den E-Flow-Vernebler, den das Startup von der früheren Muttergesellschaft Pari lizenziert. Damit soll eine gut verträgliche und gezielte Verabreichung direkt in die Lunge ermöglicht werden.

Die 2017 gestarteten Vorbereitungen für eine kommerzielle Produktion von Medikament und smartem Gerät sind offenbar gut vorangeschritten, der Marktstart in der Planung. Die laufenden Phase-III-Studien sollen 2021 abgeschlossen sein. Zwei Jahre später soll dann die Vermarktung beginnen. Der Launch ist freilich von der Freigabe der Behörden in den USA und Europa abhängig.

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