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Bitcoin im Alltag: Eine neue ZEW-Umfrage sieht schwarz für Bitcoin als Zahlungsmittel

Eher kein Zahlungsmittel für den Coffee to go: Kryptowährungen. (Foto: pedrosek / Shutterstock)

Eine Untersuchung des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zeigt, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen für den Handel zumindest in Deutschland als zu komplex angesehen werden.

Kryptowährungen sind zu komplex, als dass man sie für das Bezahlen alltäglicher Waren und Dienstleistungen heranziehen könnte. Das ergab eine Expertenbefragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW). Das ZEW ist eines der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute, das eng mit der Universität Mannheim verbunden ist. Befragt wurden hierzu Experten aus dem Banken-, Versicherungs- und Finanzbereich.

Die Befragten schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass man bis Ende 2020 digitale Produkte wie Musik per Bitcoin und Co. bezahlen kann, auf 23 Prozent. Das Bezahlen von Offlineprodukten wie dem Coffee to go fanden sie sogar nur zu 13 Prozent wahrscheinlich. Beim Bezahlen größerer Summen wie etwa für ein Auto fällt das Urteil noch schlechter aus – hier halten die Experten es nur zu sechs Prozent für wahrscheinlich, dass wir das in drei Jahren sehen werden.

Bitcoin und anderes Kryptogeld in USA weniger kritisch betrachtet

Für Japan und die USA sieht die Sache immerhin etwas besser aus. Hier können sich die Experten zumindest mit höherer Wahrscheinlichkeit vorstellen (34 und 35 Prozent), dass digitale Güter per Kryptogeld bezahlt werden. Deutlich höher als bei uns sind auch die Werte für physische kleinere und größere Güter. „Hinter unseren Resultaten könnte die Erwartung liegen, dass konventionelle Zahlungsmittel den Erfordernissen der Marktteilnehmer bereits weitgehend entsprechen, während Kryptowährungen bis Ende 2020 als technisch noch zu komplex für den alltäglichen Gebrauch bewertet werden“, erläutert ZEW-Wissenschaftler Dominik Rehse die Resultate der Umfrage. Auch die Transaktionskosten könnten von vielen als zu hoch angesehen werden, so der Wissenschaftler. „Die Ergebnisse offenbaren auch die Erwartung, dass neue Finanztechnologien in Deutschland noch zurückhaltender aufgenommen werden als in anderen Ländern.“

Immerhin 74 Prozent der Befragten fordern die Regulierung von Kryptowährungen, die sich an bestehenden Vorschriften, etwa der PSD2, orientieren solle. Immerhin neun Prozent der Befragten fordern gar ein Verbot jeglicher Blockchain-Technologie. Selbst angesichts der Prämisse, dass viele der Befragten ihr Geld bei Banken und Unternehmen verdienen, deren Geschäftsmodell durch Kryptowährungen und Blockchain-Anwendungen in Frage gestellt wird, ist das eine bemerkenswerte Erkenntnis.

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Eine Reaktion
foxdidl

Im ersten Moment wars einfach witzig mit Coins einzukaufen - quasi probieren obs funktioniert. Doch nun kaufe ich meinen Käse und Wurst die ich mag regelmässig online mit Bitcoins und es schmeckt auch noch saulecker. Und mit den Coins funktionierts einfach. Leider gibts viel zu wenige Shops die Crypto annehmen. http://www.alpensepp.com (der Senner ist aus Österreich und verkauft europaweit wies scheint lt. Versandlkosten).

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