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Kursexplosion bei Bitcoin, Ether und Ripple: Börsen Coinbase und Bitfinex brechen zusammen

(Foto: Shutterstock/Akarat Phasura)

Der Ansturm auf Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, Litecoin oder Ripple sowie DDoS-Attacken haben am Dienstagabend zu Ausfällen bei den Kryptobörsen Coinbase und Bitfinex gesorgt.

Coinbase und Bitfinex: Zusammenbruch wegen Bitcoin-Käufern

Die Kurse von Bitcoin, Ether, Ripple oder Litecoin bewegen sich in geradezu schwindelerregenden Höhen. Kein Wunder also, dass Besitzer der Kryptowährungen ihre Anteile versilbern und Neuinvestoren ins Rennen einsteigen wollen – und zwar in sehr großer Zahl. Der riesige Ansturm auf Kryptowährungen sowie die zunehmenden DDoS-Attacken haben den Handel an den beiden großen Kryptobörsen Coinbase und Bitfinex am Dienstagabend aber unmöglich gemacht. Die Börsen brachen zusammen, wie Reuters berichtet. Mittlerweile sollte der Handel aber wieder möglich sein.

Ansturm auf Bitcoin und Co.: Coinbase muss Handel mit Kryptowährungen aussetzen. (Screenshot: Coinbase/t3n)

Die Kursexplosion von Litecoin und Ether/Ethereum am Dienstag und der darauf folgende Ansturm auf die Handelsplätze hatte das Krypto-Startup Coinbase gezwungen, den Handel mit den beiden Kryptowährungen zu unterbrechen. Die dazugehörige Börse GDAX musste zumindest einen „teilweisen Ausfall“ bei der Auszahlung von Litecoins bekanntgeben. Allein am Dienstag wurden auf GDAX laut Daten von Coinmarketcap Litecoins im Wert von 1,8 Milliarden US-Dollar gehandelt, wie Coindesk.com schreibt. Litecoin hatte sich in puncto Marktkapitalisierung im Krypto-Ranking kurzzeitig auf Platz vier – hinter Bitcoin, Ether und Bitcoin Cash – vorgeschoben.

Bei Bitfinex dürfte nicht nur der hohe Ansturm, sondern vor allem eine DDoS-Attacke für den großflächigen Ausfall am Dienstag gesorgt haben. Per Twitter meldete der Börsenbetreiber, dass sich Bitfinex unter Beschuss befände und auch die API down sei. Nutzer bezweifelten dies allerdings und machten – teils augenzwinkernd – enorm hohe Nutzerzahlen und deren ständiges Refreshen der Kurse auf der Seite für den Zusammenbruch verantwortlich. Schon am vergangenen Donnerstag hatte Bitfinex bekanntgegeben, dass es von DDoS-Attacken geplagt werde.

Bitcoin wird attraktiver, Hackerattacken nehmen zu

Ungewöhnlich wären die Hackerangriffe jedenfalls nicht. Mit den steigenden Kursen und dem stetig zunehmenden Handelsvolumen werden Kryptobörsen und Wallet-Anbieter für Cyberkriminelle immer interessanter. In den vergangenen Jahren sind laut Reuters mindestens drei Dutzend erfolgreiche Diebstähle von Kryptowährungen bekanntgeworden. Einer davon hatte im Jahr 2014 zum Zusammenbruch des größten Bitcoin-Marktplatzes Mt. Gox geführt. Erst am vergangenen Donnerstag meldete die slowenische Krypto-Mining-Plattform Nicehash, dass ihr bei einem Hack Bitcoins im Wert von rund 70 Millionen Dollar gestohlen worden seien.

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