Analyse

Bitcoin Cash: Der Kurs ist stabil – noch

(Bild: Shutterstock)

Nach der Bitcoin-Hard-Fork herrscht noch Ungewissheit über den Fortbestand der neuen Kryptowährung Bitcoin Cash (BCH). Das Netzwerk ist träge, die Mining-Power zu gering, der Kurs aber bei 300 Euro.

Bitcoin-Cash-Börsen

Bisher bieten nur sehr wenige Handelsplätze die Möglichkeit, Bitcoin Cash einzuzahlen und entsprechend zu handeln. Dementsprechend sind aktuell nur Trader, die vor dem Chain-Split Bitcoins auf den auserwählten Börsen liegen hatten, jetzt in der Lage, BTC zu verkaufen. Zu den Börsen, die ihren Nutzern bereits ihre BCH gutgeschrieben und den Handel freigeschaltet haben, gehören unter anderem Bitfinex oder Kraken.

Wie bereits bekannt wurde, werden vermutlich nicht alle Börsen den Handel von Bitcoin Cash eröffnen. Einige Börsen hingegen haben sich auf einen Kompromiss eingelassen und zahlen ihren Nutzern die BCH-Bestände aus, welche zwar nicht gehandelt, aber weiter transferiert werden können. Andere wiederum zahlen ihren Nutzern vermutlich nicht einmal Bitcoin Cash aus und erklären die Tokens zu ihrem Eigentum.

Viele möchten BCH verkaufen oder traden, aber können es nicht

An den meisten Börsen ist eine Einzahlung oder ein Handel von Bitcoin Cash nicht möglich, weil das Netzwerk schlichtweg zu langsam und unsicher ist. Aufgrund der niedrigen Hash-Rate ist das Netzwerk zu anfällig für Attacken. Eine Attacke könnte die ganze Trading-Historie auslöschen. Zudem dauern die Transaktionen aufgrund der langsamen Blockzeit extrem lange. Entsprechend ist ein Verkauf von Bitcoin Cash nur schwer möglich.

Bitcoin-Cash-Crash? 2 Szenarien

Szenario 1: Da stellt sich die Frage: Ist ein Bitcoin-Cash-Crash unausweichlich? Aktuell fängt die Nachfrage das extrem limitierte Angebot an Coins noch auf, was den Preis mehr oder weniger stabil hält. Sollte sich das Netzwerk jedoch stabilisieren und die Börsen ihre Tore für Einzahlungen eröffnen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Verkäufer mit ihren BCH-Tokens den Markt fluten. Sollte die Nachfrage nicht gleichermaßen in die Höhe schnellen, ist ein Preissturz vermutlich vorprogrammiert.

Der Bitcoin-Cash-Code enthält ein Feature, das die Mining-Schwierigkeit automatisch nach unten korrigiert, sollte die Blockzeit zu lange dauern. Dieses Feature sollte im Verlauf des Freitags aktiviert werden. Wenn dies geschieht, verringert sich die Blockzeit und das Netzwerk stabilisiert sich automatisch. Die Börsen, an denen Bitcoin Cash gehandelt wird, werden die Einzahlungsfunktionen dann vermutlich freischalten und die Verkäufer fluten den Markt mit BCH-Tokens.

Szenario 2: Auch wenn die großen Miner mit entschiedener Mehrheit weiterhin BTC schürfen, könnte sich das Blatt rein theoretisch noch wenden. Was ist, wenn sich das BCH-Netzwerk stabilisiert, der Preis aufgrund der zahlreichen Verkäufe zunächst in den Keller fällt und sich dann aber wieder auf 300, 400 oder 500+ Euro korrigiert? In einer solchen Situation könnten die Mining-Pools Bitcoin Cash als attraktiver erachten und ihre Mining-Power Bitcoin Cash zuweisen, was die Blockzeit weiter verkürzen und das Netzwerk entsprechend stabilisieren würde.

Bitcoin (BTC) selbst zeigte sich bisher von der Hard Fork eher unbeeindruckt. Der Kurs fiel kurzzeitig vor der Fork etwas ab, erholte sich aber wenige Stunden später. Aktuell liegt der Preis pro Bitcoin (BTC) bei 2.350 Euro.

Passend dazu: Bitcoin nach der Spaltung – Was Krypto-Fans und Anleger jetzt wissen müssen

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