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Analyse

Bitcoin Cash steigt um 50 Prozent: Das ist der Grund für die turbulenten Märkte

(Foto: Shutterstock)

Bitcoin Cash startet durch. Allein in den letzten 24 Stunden stieg der Kurs um mehr als 50 Prozent. Die Gründe stärken das Vertrauen in die Krypto-Währungen aber nicht unbedingt.

Wohl der Hauptgrund für das gestiegene Interesse an Bitcoin Cash ist die Nachricht, dass die Währung jetzt über die große und etablierte Börse Coinbase handelbar ist. Doch der sprunghafte Anstieg setzte kurz vor der offiziellen Verkündung der Nachricht ein, weswegen Coinbase nun nach eigenen Angaben prüft, ob ein Fall von Insiderhandel vorliegt. Kurz vor der Ankündigung des Handelsstarts bei Coinbase hatte es bei anderen Handelsplattformen auffällige Handelssignale und Kursausschläge gegeben.

Bitcoin Cash: Verdacht auf Insiderhandel oder Indiskretionen

Unregelmäßigkeiten dürften aber gerade beim Handel mit Krypto-Währungen schwer nachzuweisen sein, beispielsweise weil die Handelsplätze weniger reglementiert sind als etwa herkömmliche Wertpapierbörsen. Hier ist Insiderhandel, insbesondere wenn ein bestimmter Verdacht besteht und die Transaktionen groß genug sind, meist gut belegbar. Nach Angaben des Unternehmens Coinbase hatte man sowohl Vertragspartnern als auch den eigenen Mitarbeitern den Handel mit Bitcoin Cash bereits vor einem Monat untersagt und die Mitarbeiter zu strengster Verschwiegenheit über den geplanten Handel angehalten.

Bitcoin Cash: 50 Prozent rauf in nur einem Tag. (Grafik: Coinmarketcap)

Doch mit dem Handel war es dann auch bald vorbei – nicht zum ersten Mal musste Coinbase vor der schieren Zahl an Handelswünschen kapitulieren. Abgesehen davon lag der Kurs bei Coinbase zwischenzeitlich fast dreimal so hoch wie bei anderen Handelsplätzen. Ob es sich dabei einfach um eine technische Panne gehandelt hat oder ob zu diesem Kurs tatsächlich Anteile gehandelt wurden, ist unklar.

Der Kurs von Bitcoin Cash könnte aber auch einfach aufgrund der theoretisch besseren Handelbarkeit gestiegen sein. So sind pro Sekunde nur im Durchschnitt sieben Bitcoin-Transaktionen möglich, während die meisten anderen Währungen wie auch Bitcoin Cash deutlich mehr Anfragen ausführen können. Dies war ja der Grund dafür, dass Bitcoin Cash überhaupt Anfang August an den Start ging.

Verrückter Markt: Bitcoin Cash geht rauf, Bitcoin geht runter

Unterdessen fällt der Kurs von Bitcoin um zeitweise zwölf Prozent gegenüber dem Höchststand. Das ist im Prinzip nichts besonders Auffälliges bei einem Wert, der in den letzten Monaten schon unnatürlich volatil war. Die Börse ist keine Einbahnstraße und Gewinnmitnahmen (oftmals automatisiert ausgelöst) gehören nun einmal zum Geschäft dazu. Neben den oben genannten Ungereimtheiten bei Coinbase ereignete sich ein Hackerangriff auf die koreanische Börse Youbit, die infolgedessen schließen musste und ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt hat. Etwa 17 Prozent der gesamten Bitcoin-Einlagen seien durch den Angriff verloren gegangen, wie der Inhaber der Börse erklärt.

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