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Bitcoin Classic wird eingestellt: Das sind die Gründe

(Foto: dpa)

Die Bitcoin-Classic-Macher stellen ihr Projekt ein und raten Nutzern, zukünftig Bitcoin Cash zu unterstützen. Für Bitcoin sehen sie hingegen keine Zukunft.

Bitcoin Classic wird „geschlossen“

Bitcoin Classic spaltete sich 2016 von der Referenzimplementation der Kryptowährung ab. Bei Bitcoin Classic wurde das Größenlimit für einen Block von ein auf zwei Megabyte angehoben, wodurch sich die Anzahl der pro Sekunde durchführbaren Transaktionen verdoppelt. Die Macher hielten das für notwendig, weil die begrenzte Blockgröße den Einsatz von Bitcoin als echtes Zahlungsmittel immer weniger sinnvoll gemacht hatte.

Dieselbe Kontroverse führte am 1. August 2017 zur Schaffung von Bitcoin Cash, einem weiteren Fork, bei dem das Blocklimit bei acht Megabyte liegt. Jetzt hat Tom Zander, der Release-Manager des Classic-Projekts angekündigt, dass das Projekt eingestellt werde. Seine Argumentation: Mit Bitcoin Cash seien die Ziele von Classic erreicht worden.

Das Bitcoin-Classic-Team sieht Bitcoin Cash als den Fork der Zukunft an. (Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

Über Bitcoin hat Zander hingegen nicht viel Positives zu berichten. Nachdem das Segwit2x-Update aufgrund mangelnder Unterstützung ins Wasser gefallen ist, sei klar, dass die Menschen, die Bitcoin kontrollieren, lieber „mit ihrem Schiff untergehen“, als eine Lösung für die Skalierungsprobleme anzugehen. Tatsächlich glaubt Zander, dass Bitcoin Cash in nur einem halben Jahr zum dominanten Bitcoin-Fork werden könne.

Bitcoin Classic: Nutzer sollen möglichst schnell auf Alternativen umsteigen

Wer die Bitcoin-Classic-Software einsetzt, der sollte möglichst bald auf eine Alternative umsteigen. Laut dem Projekt-Team werde die aktuelle Software-Version der Main-Chain in wenigen Tagen oder Wochen nicht mehr folgen.

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