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Analyse

Bitcoin und Co.: Kommt jetzt die nächste Kursrallye?

(Foto: pedrosek / Shutterstock)

Frühlingsgefühle für Bitcoin und andere Krypto-Währungen. In der vergangenen Woche gingen die Kurse erstmals seit längerer Zeit auffällig nach oben. Wie nachhaltig der Trend ist, bleibt abzuwarten. Doch vieles stimmt positiv.

Wer vor Weihnachten in den Bitcoin eingestiegen ist, hat mächtig Verluste gemacht: 17.000 Euro war der Bitcoin kurz vor Weihnachten wert, heute liegt der Kurs bei rund 40 Prozent davon. Doch die Zeichen stehen gut, dass Krypto-Währungen allgemein und der Bitcoin im Besonderen sich innerhalb der nächsten Zeit wieder erholen. Denn zum einen hat die EU gerade ein klares Bekenntnis zur Erforschung und gemeinsamen Nutzung der Blockchain-Technologie verabschiedet. In der vergangenen Woche wurde anlässlich des Digital Day der EU-Kommission eine Partnerschaft zwischen 22 europäischen Staaten verabschiedet. Und auch die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat Ende März erklärt, man sei im Prinzip dazu bereit, entsprechende Krypto-Produkte zuzulassen und zu zertifizieren, sofern diese einige Grundbedingungen erfüllen würden.

Krypto-Währungen: Das Vertrauen scheint zurück zu sein

Doch auch abgesehen von diesem symbolischen Commitment sieht es danach aus, dass Investoren und etablierte Kräfte den Krypto-Währungen nach einer ersten Überhitzung durchaus wieder das Vertrauen zusprechen, das sie verdienen: Mehr als 15 Prozent Kursgewinn in der vergangenen Woche speziell bei Bitcoin sprechen eine deutliche Sprache. Und auch die anderen Krypto-Währungen konnten im Laufe der letzten Woche allesamt mehr oder weniger umfangreiche Kursgewinne verbuchen. Unter den Top 200 nach Marktkapitalisierung befanden sich gerade einmal vier (!) Währungen, die die Woche negativ abschlossen.

Ob sich der Trend fortsetzen kann, ist noch unklar und wetten sollte man darauf (noch) nicht. In der Vergangenheit gab es mehrfach ähnliche Wochen und die Börse – ob für Krypto-Währungen oder Aktien – ist bekanntermaßen keine Einbahnstraße. Dennoch ist die allgemeine Stimmung an den Märkten in den letzten Monaten so Anti-Krypto gewesen, dass man jetzt eher von einer Unterbewertung des Themas und (viel wichtiger) einer Bodenbildung bei den Kursen ausgehen kann.

Soros und Rockefeller warten auf den Einstieg (nicht nur) bei Bitcoin

Was indes immer noch fehlt, sind einfache Vehikel, die es dem nicht technikaffinen Börsianer ermöglichen, in Krypto-Währungen zu investieren. Noch immer tun sich die Regulierungsbehörden der Industrieländer (allen voran die deutsche Bafin) schwer, beispielsweise entsprechende ETF zuzulassen, mit denen institutionelle Anleger, aber auch der am Thema interessierte Privatanleger hier investieren kann. Lediglich einige Unternehmen, die mit Krypto-Währungen Geld verdienen (wollen), sind in einem entsprechenden ETF zusammengefasst.

Die Superreichen stört das eher wenig: Sowohl von George Soros als auch von der Rockefeller-Familie wurde kürzlich berichtet, dass sie an Investments in Krypto-Währungen interessiert seien. Insbesondere über Soros wurde dabei kolportiert, dass er noch auf den geeigneten Einstiegszeitpunkt warte – könnte also gut sein, dass seine Mitarbeiter ihn in der vergangenen Woche gefunden zu haben glauben. Etwas anders gelagert ist der Fall Rockefeller, zumindest nach allem, was man gerüchteweise hört. Hier soll die Risikokapitalfirma Venrock an Investments in Krypto-Unternehmen interessiert sein – durchaus auch ein geeigneter Weg, am Erfolg des Themas zu partizipieren.

Bitcoin: Unterschiedliche Erklärungsversuche für Kursanstieg

Ein weiteres Element ist in den USA zu suchen: Hier endet Mitte April die Tax Season – ein Zeitpunkt, der für viele Investoren den Neueinstieg attraktiv macht. Hinzukommen dürfte, dass viele Investoren nach den Unruhen der letzten Wochen auf einen passenden Einstiegszeitpunkt gewartet haben dürften – entweder zum Einstieg nach eigener Analyse oder per Trading Bot. Gerade die aktuelle Situation mit auffälligen Anstiegen und Überschreiten entsprechender Tageslinien könnte ein Einstiegsszenario für Bots gewesen sein. Eher ins Reich der Legenden dürfte hingegen ein Erklärungsversuch gehören, der gerade in der vergangenen Woche die sozialen Medien beherrschte: Ein muslimischer Gelehrter erklärte, das Handeln in Bitcoin entspreche den muslimischen Gesetzen und sei daher Sharia-konform. Alles Quatsch, sagen verschiedene Muslime – es gebe bereits seit 2014 entsprechende Aussagen, sodass sich jetzt nichts geändert habe.

Doch welche Krypto-Währungen werden es sein, die in den nächsten Monaten am besten performen können? Das wiederum ist reine Kaffeesatzleserei, auch wenn es ein paar Anwärter gibt, die man abseits von den üblichen Verdächtigen wie Bitcoin und Ethererum im Auge behalten sollte: Bytom hat beispielsweise in der vergangenen Woche einen Kursgewinn von 73 Prozent hingelegt, insbesondere aufgrund einer strategischen Partnerschaft mit der East Lake Big Data Exchange. Auch IOTA ist (mal wieder) ein Kandidat für einen Tipp – nicht zuletzt aufgrund der Unterstützung durch Fujitsu-Siemens, die kürzlich der IOTA-Foundation beigetreten sind. Hochspekulativ gestalten sich  dagegen einige andere Kurssprünge, etwa bei Golem (GNT) oder Omise Go (OMG).

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