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Bitcoin durchbricht erstmals 12.000-Dollar-Marke

Auch wenn niemand weiß, wie sich der Bitcoin-Kurs in den nächsten Wochen entwickeln wird: Das Jahr 2017 wird als das Jahr des Bitcoin-Hypes in die Geschichte eingehen.
(Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

Die Rallye geht weiter: Heute hat der Bitcoin-Kurs zum ersten Mal die 12.000-US-Dollar-Marke übertroffen. Einige Menschen dürften in den letzten Monaten sehr reich geworden sein.

Wer vor einem Jahr für 1.000 Euro Bitcoins erworben hat, kann heute fast 16.000 Euro sein Eigen nennen. Genau heute vor einem Jahr stand der Kurs bei 755 Euro für einen Bitcoin. Inzwischen dürfte die Krypto-Währung daher so einige reich gemacht haben. Zu den prominentesten Profiteuren zählen offenbar die Winklevoss-Zwillinge. Die haben die Millionen, die sie aus dem Vergleich mit Facebook erhielten, rechtzeitig in Bitcoins investiert – und sind somit wahrscheinlich die ersten Bitcoin-Milliardäre der Welt.

Doch auch wer nicht auf ganz so viel Startkapital zurückgreifen konnte, dürfte mit der Kursentwicklung zufrieden sein. Bewusst sein sollte man sich aber (neben der Tatsache, dass auch die Bitcoin-Börse keine Einbahnstraße ist) darüber, dass die Idee, die hinter Bitcoin und der Blockchain steht, deutlich mehr ist als eine einfache Art, schnell reich (und in manchen Fällen wohl noch schneller wieder arm) zu werden.

Bankprodukte auf Bitcoin-Basis sind immer noch Mangelware

Unterdessen ruft das große Interesse auch weniger technikaffiner Anleger auf den Plan: die Trojaner- und Malware-Programmierer. So melden IT-Security-Unternehmen (zusätzlich zu den üblichen Spam-Wellen rund um das Thema) in den letzten Wochen immer häufiger auch konkrete Bedrohungen, die beispielsweise beim Umleiten von Bitcoins Wallet-IDs auftauchen.

Gleichzeitig bleiben Derivate auf Bitcoin- oder sonstiger Krypto-Währungs-Basis immer noch Mangelware, insbesondere weil es keinen festen und offiziellen Bitcoin-Kurs gibt. Einen ETF (oder wohl besser ETC) auf Bitcoin oder einen Korb an digitalen Währungen sucht man noch immer vergeblich. Versuche, ein solches Finanzprodukt zu etablieren, hat zumindest bislang hierzulande die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) vereitelt. Immerhin hat vergangene Woche die CFTC, die analog zur deutschen Bafin in den USA für die Reglementierung der Banken verantwortlich ist, die Ausgabe von Futures auf Bitcoin-Basis erstmals erlaubt. Wer sich mit der technischen Thematik nicht auseinandersetzen will, kann aber auch hierzulande in Form eines Bitcoin- oder Ethereum-Sparbuchs per Savedroid investieren.

Doch gerade das Kursfeuerwerk der letzten Monate ruft die warnenden Stimmen auf den Plan. Sicher ist: Es wird auch in den nächsten Wochen immer wieder Gewinnmitnahmen geben. Wer das aussitzen kann und bei fallenden Kursen nicht nervös wird, kann vorhandenes „Spielgeld“ in die Krypto-Währung investieren. Unterdessen gibt es aber auch erste Tools, die sich zutrauen, auf der Basis künstlicher Intelligenz rechtzeitig vor einem Kursverfall zu warnen. Es wäre in der Tat das erste Mal in der Geschichte der Wertpapiermärkte, dass ein solches Instrument zuverlässig funktioniert.

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