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Angeblicher Bitcoin-Erfinder auf 10 Milliarden Dollar verklagt

Bitcoin. (Bild: Shutterstock)

Der Australier Craig Wright, der sich 2016 als Bitcoin-Erfinder geoutet hatte, ist von der Familie seines früheren Geschäftspartners verklagt worden. Es geht um bis zu zehn Milliarden US-Dollar.

Im Mai 2016 hatte sich der Australier Craig Wright als angeblicher Bitcoin-Erfinder geoutet. Dass er der legendäre Satoshi Nakamoto sei, sollten kryptographisch verschlüsselte Nachrichten mit Schlüsseln aus der Anfangszeit der Bitcoin-Entwicklung beweisen. Die Suche nach Mr. Bitcoin ging danach aber weiter – und könnte jetzt in einem Gerichtsverfahren endgültig geklärt werden.

Es geht um Milliarden: Angeblicher Bitcoin-Erfinder Craig Wright vor Gericht. (Screenshot: drcraigwright.net/t3n)

Denn obwohl Wright Bitcoin vielleicht nicht selbst erfunden hat, zumindest nicht allein, gehört er zu den Pionieren und ersten Minern der Kryptowährung. Die Familie seines 2013 verstorbenen Geschäftspartners Dave Kleiman will Wright jetzt vor Gericht bringen. Es geht um angeblich von Wright entwendete Bitcoins aus dem Kleiman-Nachlass im Wert von bis zu zehn Milliarden Dollar, wie Motherboard berichtet.

Schon im März 2008, also sieben Monate vor der Veröffentlichung des Bitcoin-Whitepapers, sollen Kleiman und Wright über die Entwicklung einer Kryptowährung kommuniziert haben. Nach dem Tod Kleimans soll Wright in einer E-Mail an dessen Vater geschrieben haben, dass Dave und er zu zwei Dritteln die Erfinder von Bitcoin gewesen seien. Wright und Kleiman haben zudem laut Motherboard nur neun Tage nach der allerersten Transaktion auf der Bitcoin-Blockchain eine eigene Transaktion durchgeführt.

Bitcoin-Pionier vor Gericht: Es geht um zehn Milliarden Dollar

Worum geht es aber in dem Gerichtsverfahren? Kleiman und Wright haben gemeinsam eine Firma namens W&K Info Defense Research gegründet, die von 2011 bis 2013 Bitcoin-basierte Technologien entwickelt hat. Im Rahmen dieses Unternehmens sollen die beiden auch Bitcoins geschürft haben – die Anwälte gehen von 300.000 bis 1,1 Millionen Einheiten aus. Um diese Bitcoins soll Wright die Erben Kleimans nach dessen Tod betrogen haben, indem er mit gefälschten Papieren die Firma auf seinen Namen überschrieben haben soll, so der Vorwurf.

In der Klageschrift heißt es auch, dass Wright sich zuvor mit Kleimans Bruder Ira darüber geeinigt habe, dass er der Familie das ihr zustehende Vermögen auszahlen werde, wenn sie mit dem heiklen Thema nicht an die Öffentlichkeit gingen. Das Geld sei aber nie angekommen. Craig Wright hat sich bis jetzt nicht zu den in der Klage erhobenen Vorwürfen geäußert. Wahrscheinlich wird sich der Bitcoin-Pionier erst vor Gericht zur Wehr setzen.

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