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Bitcoin-Mining könnte bald 5 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs erreichen

Bitcoin. (Bild: dpa)

Bitcoin-Mining verbraucht viel Strom – und der Energieverbrauch steigt rasant, wie ein Analyst berechnet hat. Bald könnte das Krypto-Schürfen fünf Prozent des weltweiten Energieverbrauchs ausmachen.

Schon im November 2017 hatte der niederländische Analyst Alex de Vries einen enormen Stromverbrauch für das Bitcoin-Mining berechnet. Innerhalb eines halben Jahres hat sich dieser weltweite Energieverbrauch schon fast verdreifacht. Derzeit werden demnach rund 67,3 Terawattstunden jährlich für das Mining aufgewendet – mehr als die Schweiz oder Tschechien verbrauchen. Jetzt de Vries aktuelle Zahlen im Wissenschaftsmagazin Joule veröffentlicht, wie heise.de berichtet.

Bitcoin: Mining verbraucht fast soviel Energie wie Irland

Demnach könnte das Bitcoin-Netzwerk derzeit im besten Fall 2,55 Gigawatt Leistung in Anspruch nehmen. Das ist fast so viel wie der gesamte Staat Irland, der auf 3,1 Gigawatt kommt. De Vries hat bei dieser Berechnung die effizienteste Hardware zugrunde gelegt und Faktoren wie das Kühlen der Rechner ausgeklammert. Der Antminer S9 etwa leistet 14 Terahash pro Sekunde und benötigt dafür 1.372 Watt. Das Maximum beim Energieverbrauch könnte laut de Vries bei 7,67 Gigawatt liegen. Erst dann würde sich das Mining aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr lohnen. Dieser Wert entspricht beinahe dem Stromverbrauch Österreichs.

Bitcoin-Mining: Stromverbrauch ist stark angestiegen. (Grafik: Digiconomist/de Vries)

Schon jetzt könnte nach den Berechnungen des Niederländers ein halbes Prozent des weltweiten Energieverbrauchs nur für das Mining von Bitcoin draufgehen. Sollten sich die Prognosen von Bitcoin-Verfechtern bewahrheiten und der Preis der digitalen Währung in den kommenden Jahren stark steigen, könnte das Mining einen Anteil von bis zu fünf Prozent am weltweiten Energieverbrauch ausmachen. Das werde definitiv nicht dabei helfen, die Klimaziele zu erreichen, so de Vries.

Für Gegenden mit günstigen Strompreisen ist der Bitcoin-Boom und der wegen des Minings gestiegene Verbrauch schon zum Problem geworden. In China etwa wurden Anfang des Jahres Bitcoin-Miner zu einem geordneten Ausstieg aus der Erzeugung von Kryptowährungen gebracht. Viele der großen Mining-Farmen haben sich daraufhin in der Mongolei angesiedelt. Auch Island ist ein beliebtes Ziel von Schürfern von Kryptowährungen.

Ebenfalls interessant: „Energievernichtung sondergleichen“ – Experten kritisieren Bitcoin scharf

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Eine Reaktion
voRi

Genau! Weil Banknoten drucken, Metall gewinnen und zu Münzen pressen, Druckfarbe und Papier herstellen sowie die ganze Logistik dazu, braucht ja keine Energie…

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