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Bitcoin-Börse Mt. Gox: 3 Jahre nach der Pleite plötzlich Milliarden wert

Mt. Gox. (Foto: 360b/Shutterstock)

2014 hatte die Bitcoin-Börse Mt. Gox Insolvenz angemeldet. Wegen der jüngsten Kursexplosion sind die verbliebenen Bitcoins jetzt Milliarden wert. Was passiert damit?

Bitcoin: Kursexplosion macht Mt. Gox wieder liquide

Erinnert ihr euch noch an Mt. Gox? Der von dem Franzosen Mark Karpeles geführte Bitcoin-Marktplatz schlitterte 2014 oder Karpeles etwas mit den verschwundenen Bitcoins zu tun haben könnte, klärt derzeit ein Gericht in Japan.

Die raketenhaft gestiegenen Bitcoin-Kurse bringen jetzt Bewegung in das Verfahren. Denn die verbliebenen Bitcoins würden Karpeles zum Milliardär machen, wie das Handelsblatt berichtet.

Kursentwicklung des Bitcoin 2017 bringt auch Mt. Gox Milliardengewinne. (Screenshot: Coinmarketcap/t3n.de)

Dagegen wollen die Gläubiger, vorrangig ehemalige Mt.-Gox-Kunden, jetzt vorgehen. Sie haben die japanischen Richter aufgefordert, den ehemaligen Handelsplatz aus dem Konkursverfahren zu entlassen. Denn nach dem japanischen Recht stünde ihnen im Rahmen des Konkursverfahrens „nur“ der damalige Wert ihrer Digitalwährungen zu. Würde aber Mt. Gox wieder zu einer liquiden Börse erklärt, könnten sie auf den jetzigen Gegenwert ihres damaligen Bitcoin-Besitzes hoffen.

Das sind die fünf wertvollsten Krypto-Währungen der Welt
Immer noch unbestritten die Nummer eins unter den Kryptowährungen: Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 280 Milliarden US-Dollar. (Stand: Anfang Dezember 2018) (Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

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Insgesamt sollen laut Handelsblatt bei der Anmeldung des Konkurses 2014 rund 850.000 Bitcoins in der Bilanz von Mt. Gox gefehlt haben. Karpeles beteuerte, dass diese gestohlen wurden – das von Kritikern angenommene Gegenteil konnte bisher nicht bewiesen werden. Weil später noch 202.000 Bitcoins auftauchten, geht es jetzt um einen Wert von rund 3,4 Milliarden US-Dollar.

Bitcoin-Hype: Mt.-Gox-Betreiber wäre Milliardär

Nur rund 15 Prozent dieser Summe müssten Mt. Gox und Karpeles den Gläubigern nach jetzigem Stand auszahlen. Ein großer Teil des Rests würde dann Karpeles zufallen, der über seine Firma 88 Prozent der Anteile an der Börse hält. Sowohl die Gläubiger als auch Karpeles dürften sich wünschen, dass die Richter schnell entscheiden – zumindest, wenn sie zu denen gehören, die in der aktuellen Kursrallye eine Blase sehen, die bald platzen könnte.

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