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Verschärfte Bitcoin-Regeln: Südkorea-Pläne schicken Kryptowährungen auf Tauchfahrt

(Foto: Shutterstock)

Einer der wichtigsten Handelsorte für Kryptowährungen, Südkorea, will den Bitcoin ab Januar 2018 stärker regulieren. Nach der Ankündigung gingen die Kurse auf Tiefflug.

Bitcoin-Regulierung: Südkorea zieht die Zügel an

Ende September hatte Südkorea – wie zuvor schon China – Initial-Coin-Offerings (ICO) verboten. Die Kryptobörsen waren damals nicht ins Visier der Regierung des Landes geraten. Branchenbeobachter gingen aber davon aus, dass weitere Regulierungsmaßnahmen nicht ausgeschlossen seien. Jetzt hat Südkorea, einer der Hotspots des Handels mit Kryptowährungen, angekündigt, ab Januar 2018 die Zügel anzuziehen und härtere Regeln für den Bitcoin-Handel durchzusetzen.

Eine Tafel mit dem Bitcoin-Kurs in Seoul, Südkorea. (Foto: dpa)

Demnach sollen anonyme Accounts bei südkoreanischen Kryptobörsen in wenigen Tagen geschlossen werden, wie das Manager-Magazin berichtet. Die Aufsichtsbehörden dürfen Handelsplätze schließen, sollten diese den Vorgaben nicht Folge leisten und Klarnamen ihrer Nutzer liefern. Mit den Maßnahmen, die so ähnlich Mitte Dezember von der Korea Blockchain Association vorgeschlagen wurden, soll vor allem Geldwäsche und Spekulation einen Riegel vorgeschoben werden.

Einen weiteren Aspekt bringt Danny Crichton auf Techcrunch ins Spiel. Denn das Verbot von anonymen Konten würde es nicht zuletzt nordkoreanischen Händlern erschweren, mit Bitcoin-Handel Geld zu verdienen. Nordkoreanische Hacker sollen etwa für mehrere millionenschwere Diebstähle auf der südkoreanischen Bitcoin-Börse Youbit verantwortlich gewesen sein. Die Unsicherheit von Plattformen wie Youbit und Hackerattacken aus dem Norden sollen ein weiterer Grund für die strengeren Regeln sein.

Kurse: Bitcoin, Ether und Bitcoin Cash verlieren

Die Kurse von Bitcoin und den meisten anderen wichtigen Kryptowährungen gaben am Donnerstag wegen der zu erwartenden strengeren Regeln kräftig nach. Bitcoin, Ether oder Bitcoin Cash verloren im zweistelligen Prozentbereich. Ein Bitcoin war laut Coinmarketcap zwischenzeitlich weniger als 14.000 US-Dollar wert – in den Tag gestartet war die Top-Kryptowährung bei knapp 16.000 Dollar. Im Konzert der Großen als einzige Währung zulegen konnte Ripple – wenn auch nur leicht.

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