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Bitfinex: Größte Tauschbörse für Kryptowährungen lahmgelegt

(Foto: Shutterstock)

Eine DDoS-Attacke hat am Sonntagabend die größte Tauschbörse für Kryptowährungen lahmgelegt. Indes ist Bitfinex auch in den Medien unter Beschuss. 

Bei einer Wartung der Plattform ist Bitfinex Opfer einer DDoS-Attacke geworden. Der Angriff sei während Servicearbeiten an der Infrastruktur passiert und dauere an, schrieb die größte Tauschbörse für Kryptowährungen am Sonntagabend auf Twitter. Erst Stunden zuvor hatte sie die Arbeiten an der Plattform für abgeschlossen erklärt. Weitere Informationen zu der Attacke gab es zunächst nicht.

Für das Unternehmen ist es der traurige Höhepunkt einer turbulenten Woche. Nachdem die von den Bitfinex-Machern gebaute Kryptowährung Tether am Dienstag 31 Millionen US-Dollar durch einen Hack verlor, kamen auch Zweifel an der Seriosität der Tauschbörse auf. Die New York Times analysierte die Machenschaften der Plattform in einem ausführlichen Artikel und schrieb von einer „undurchschaubaren“ Organisation, auch weil das Unternehmen auf seiner Website keine Informationen über die Köpfe dahinter sowie seinen Standort aufführe. Bekannt ist, dass die Firma offiziell auf den British Islands sitzt und von Jan Ludovicus van der Velde sowie Phil Potter geleitet wird. Die beiden sollen auch hinter Tether stecken, bestreiten aber eine direkte Verbindung zwischen der Plattform und der Kryptowährung.

Bitfinex als „undurchschaubare Organisation“ kritisiert

Bitfinex war auch schon zuvor in die Kritik geraten. 2015 verlor das Unternehmen 1.500 Bitcoin, damals etwa 400.000 Dollar wert. Im Jahr darauf verschwanden sogar 120.000 Bitcoin. Die Verluste verteilte das Unternehmen auf seine Kunden, indem es sie zu einem Abschlag von 36 Prozent auf ihr Geld zwang. Später soll Bitfinex das Geld aber zurückgezahlt haben.

 „Es gibt so viele Fragen zu Bitfinex.“ 

Transparent agierte das Unternehmen trotzdem nicht, gab kaum Details über den Hack bekannt. Große Kunden wie Arthur Hayes, der selbst eine Tauschbörse namens Bitmex betreibt, kehrten der Plattform den Rücken zu. „Es gibt so viele Fragen zu Bitfinex“, sagte Hayes gegenüber der New York Times. „Das lässt sich leicht korrigieren, wenn man nur alle Zahlen zeigt.“ Van der Delde betonte auf Nachfrage der Zeitung, dass man so transparent arbeite, wie es unter den Umständen möglich sei.

Schon im Juni wurde Bitfinex mit einer DDoS-Attacke lahmgelegt. Damals wurde gemutmaßt, dass damit der Bitcoin-Kurs manipuliert werden sollte.

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