News

Bitkom-Studie – bei Blockchain ist Deutschland nur Mittelmaß

Bitkom-Präsident Achim Berg. (Foto: Bitkom)

Der Digitalbranchenverband Bitkom sieht in der Blockchain großes Potenzial. Doch Deutschland hat offenbar auch hier verpasst, bei einer Digital-Technologie ganz vorne mitzuspielen.

Bei Banken oder in der Logistikbranche wird der noch jungen Blockchain-Technologie enormes Potenzial zugesprochen. Doch im internationalen Vergleich sieht jedes zweite Unternehmen hierzulande Deutschland dabei als Nachzügler, wie eine am Donnerstag auf dem Technologie-Festival Hub Berlin vorgestellte Studie des Digitalverbands Bitkom ergab. Dabei könne die Blockchain-Technologie „viele bisher gängige Verfahren völlig auf den Kopf stellen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg.

Blockchain: Es fehlt an alltagstauglichen Lösungen

„Bei der Blockchain befinden wir uns aktuell in einer Experimentier-Phase, es fehlt noch an einem breiten Angebot wirklich alltagstauglicher Lösungen“, betonte Berg. Dennoch sollten Unternehmen „unbedingt heute bereits bei Forschung und Entwicklung vorne mit dabei sein“.

Blockchains sind spezielle Datenbanken, die Transaktionsdaten ohne eine zentrale Kontrollinstanz mit absoluter Transparenz verwalten können. Die Digitalwährung Bitcoin zählt zu den bekanntesten Nutzungsformen. Dabei wird bei einer Finanztransaktion ein virtuelles Logbuch angelegt, bei dem jeder einzelne Schritt kryptografisch gesichert wird und damit fälschungssicher ist.

Geschäftsprozesse ohne Middle-Man durch die Blockchain

In vielen Geschäftsbereichen könnten Geschäftsprozesse damit sicher und viel einfacher, ganz ohne Zwischenstellen, neu gestaltet werden. Das sieht mit 87 Prozent auch die überwiegende Mehrheit der in der repräsentativen Studie des Bitkom befragten Unternehmensvertreter als größten Vorteil. In der Finanzbranche ermöglicht die Blockchain etwa Transaktionen ohne Banken. In der Logistik könnte sie für einen lückenlosen Nachweis beim Transport von Waren sorgen.

Der Bitkom-Präsident begrüßte, dass die Bundesregierung eine eigene Blockchain-Strategie angekündigt hat. „Das ist ein wichtiges Signal.“ Blockchain sei neben dem Thema künstliche Intelligenz eine der spannendsten Entwicklungen. Dennoch müssen Deutschland bei der Entwicklung eine weltweite Spitzenstellung anstreben, fordert Berg. Dort habe niemand aus der Studie die deutsche Wirtschaft in internationalen Vergleich verortet. dpa

Mehr zum Thema Blockchain:

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Ribert Lirert
Ribert Lirert

Blockchain: Es fehlt an alltagstauglichen Lösungen
Ja, EBEN!
Blockchain ist ja auch nicht die Lösung für alltagstaugliche Prozesse.

Wie kann man nur so doof sein…

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung