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Blackberry verklagt auch Snapchat wegen Patentverletzungen

(Foto: dpa)

Früher machte Blackberry mit Smartphones Schlagzeilen, heute mit Gerichtsverfahren: Das Unternehmen hat eine Klage gegen ein weiteres soziales Netzwerk angezettelt – wegen Patentverletzungen.

Der einstige Smartphonepionier Blackberry geht weiter mit Patentklagen gegen erfolgreiche Internetfirmen vor. Nach Facebook nahm das kanadische Unternehmen die Macher von Snapchat ins Visier. Die Fotoapp habe sechs Patente verletzt, erklärte Blackberry in der Klage gegen die Betreiberfirma Snap. Dazu gehören ein Verfahren zur Erhebung von Ortungsinformationen sowie die Anzeige von Uhrzeiten in Onlinechats. Unter den Patenten ist auch die Idee, ein App-Symbol mit einem Zähler für die Anzahl ungelesener Nachrichten zu versehen. Dies setzte Blackberry bereits in der Klage gegen Facebook Ende März ein.

Blackberry war eine treibende Kraft in den Anfangsjahren des Smartphonegeschäfts, geriet mit dem Erfolg von Apples iPhone und später Googles Android-System aber ins Abseits. Unter dem aktuellen Chef John Chen wurde die verlustreiche eigene Entwicklung und Produktion von Smartphones eingestellt. Telefone der Marke Blackberry gibt es zwar immer noch, aber sie werden vom chinesischen Hersteller TCL gebaut, der die Namensrechte bekam. Blackberry selbst versucht sein Glück dagegen mit Software – und ist auch der einen oder anderen Patentklage nicht abgeneigt, die die Kasse aufbessern kann.

Blackberry hat schon 2017 gegen Qualcomm gewonnen

Blackberry hat bereits gute Erfahrungen mit dem Gang vor Gericht gemacht: Im vergangenen Jahr bekam das Unternehmen rund 815 Millionen Dollar vom Chipkonzern Qualcomm zurückerstattet. Der Smartphonepionier konnte sich mit dem Argument durchsetzen, dass ihm eine Rückzahlung zustehe, weil er weniger Smartphones verkaufte, als die Patentvereinbarung mit Qualcomm vorsah. dpa

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