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Stromhunger: Netzbetreiber warnen vor Blackouts in Deutschland wegen Elektroautos

(Foto: chinasong/Shutterstock.com)

Die steigende Verbreitung von Elektroautos könnte in Deutschland bald für flächendeckende Stromausfälle sorgen. Blackouts drohen angeblich ab einer E-Auto-Quote von 30 Prozent.

Der Anteil von E-Autos und Plugin-Hybriden liegt in Deutschland noch immer nur knapp über der Marke von einem Prozent. Die Verkaufszahlen haben sich aber im vergangenen Jahr verdoppelt. Aufgrund der steigenden Beliebtheit der Stromer warnen Netzbetreiber erneut vor drohenden Blackouts. Ihre Bedenken werden von einer aktuellen Untersuchung gestützt.

Blackouts drohen ab einer E-Auto-Quote von 30 Prozent

Schon ab einer E-Auto-Quote von 30 Prozent, heißt es in einer bisher unveröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung Oliver Wyman und der TU München, die dem Handelsblatt vorliegt, könne es zu flächendeckenden Stromausfällen kommen. Schon in fünf bis zehn Jahren könne demnach die Versorgung in bestimmten Gebieten mit besonders hoher E-Auto-Verbreitung zeitweise zusammenbrechen – wenn keine Gegenmaßnahmen gesetzt würden.

Hier kommen die Netzbetreiber ins Spiel. Der Energiekonzern Innogy und Konkurrent Eon gaben gegenüber dem Handelsblatt an, dass es sich zwar um eine Mammutaufgabe handele, diese aber beherrschbar sei – wenn Industrie, Politik und Gesellschaft an einem Strang zögen. Das Problem ist laut der Oliver-Wyman-Studie übrigens nicht der insgesamt steigende Strombedarf, sondern die höheren Spitzenlasten im Niederspannungsnetz, der sogenannten letzten Meile auf dem Weg in die Verbraucherhaushalte. Würden abends sehr viele E-Autos gleichzeitig zum Laden angeschlossen, könnte die Versorgung zusammenbrechen.

Elektroauto-Boom erfordert Ausbau der Stromnetze, sonst drohen Blackouts. (Foto: Tesla)

Der notwendige Netzausbau dürfte Milliarden kosten, laut Studie ungefähr elf Milliarden Euro innerhalb der kommenden 15 Jahre. Es gibt allerdings eine Möglichkeit, komplett auf den Netzausbau zu verzichten und trotzdem die steigende Zahl der Elektroauto-Akkus mit Strom zu versorgen: flexibles Laden. Statt sofort beim Andocken an die Ladesäule mit dem Ladevorgang zu beginnen, müsste es den Netzbetreibern in diesem Szenario erlaubt sein, dies zu steuern. Dazu wäre eine Gesetzesänderung notwendig.

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