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Blockchain-Anleihe der Weltbank ist 110-Millionen-Dollar wert

Die Weltbank hat die nach eigenen Angaben erste Blockchain-Anleihe herausgegeben. (Grafik: LuckyStep/ Shutterstock)

Eine Anleihe auf der Blockchain: Das Projekt der Weltbank hat bei den Investoren für noch mehr Begeisterung gesorgt, als erwartet.

Die Weltbank hat die nach eigenen Angaben erste Anleihe herausgegeben, deren Lebenszyklus komplett auf der Blockchain-Technologie beruht – vom Entstehen über die Zuteilung, den Transfer und das Management. Das Projekt läuft unter dem Namen Bondi (blockchain operated new debt instrument), wie die Weltbank mitgeteilt hat. Die Weltbank will damit das Potenzial disruptiver Technologien untersuchen und nutzbar machen.

Investoren und Banken sind dabei Parteien in einem dezentralen Netzwerk, über das der Anleiheemissionsprozess läuft.  Die Schuldzuschreibung ist auf zwei Jahre ausgelegt. Der Abwicklungstag ist am kommenden Mittwoch, 28. August – die Laufzeit endet am 28. August 2020. Zuständig ist die Commonwealth Bank of Australia (CBA).

Investoren übertreffen Erwartungen der Weltbank

Die Weltbank wollte mit der Anleihe mindestens 50 Millionen australische Dollar einsammeln. Das Interesse der Investoren übertraf aber ihre Erwartungen: Die Anleihe ist jetzt 110 Millionen australische Dollar wert. Die Weltbank hat also mehr als doppelt so viel Geld eingesammelt wie erwartet.

Weltbank-Finanzdirektorin Arunma Oteh äußerte sich erfreut darüber, dass die Bondi-Anleihe so gut angenommen worden ist: „Wir sind besonders beeindruckt von dem breiten Interesse von offiziellen Institutionen, Fonds-Managern, Regierungsstellen und Banken.“ Der Versuch, das Konzept in die Realität umzusetzen, sei zweifellos erfolgreich gewesen, sagte sie – denn die Investoren hätten erkannt, wie wichtig es sei, innovativen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen.

Weltbank sieht noch mehr Potenzial in der Blockchain-Technologie

Die Anleihe sei nur ein Teil von vielen, heißt es in der Mitteilung: Im Rahmen einer längerfristigen Strategie erforscht die Weltbank den Nutzen revolutionärer Technologien. Seit 2017 beschäftigt sich ein Innovation Lab eigens mit der Blockchain-Technologie. Dabei gehe es auch um den Einsatz der Technologie in Bereichen wie Verwaltung, Gesundheit oder Lieferketten-Management.

Zu den Investoren zählen neben der CBA unter anderem die New South Wales Treasury Corporation, Northern Trust und QBE Insurance. Die CBA und die Weltbank würden aber während der kommenden zwei Jahre weitere Investoren begrüßen, heißt es in der Mitteilung.

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