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Blockchain: 60 Prozent der deutschen Banken prüfen Datenschutz

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Immerhin: Der Gesetzgeber ist bereits aktiv, um Transaktionen in der Blockchain abzusichern. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin sowie die Landeszentralbanken sind dabei, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Konkrete Handlungsempfehlungen im Sinne rechtlicher Vorgaben würden allerdings noch nicht vorliegen, heißt es in der Studie.

„In unseren Projekt- und Kundensituationen haben wir die Erfahrung gemacht, dass Banken sich nicht nur aus Technologie-Sicht, sondern auch aus rechtlicher und Compliance-Sicht mit dem Thema Blockchain befassen sollten“, sagt Rauer. Die Durchführung eines Pilotprojektes zusammen mit dem Regulator helfe beiden Seiten, das Thema besser in den Griff zu bekommen.

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Immer noch unbestritten die Nummer eins unter den Kryptowährungen: Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 280 Milliarden US-Dollar. (Stand: Anfang Dezember 2018) (Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

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Unterschiedliche Blockchain-Plattformen

Um das Vertrauen in die neue Technologie zu gewährleisten, sollten Banken mit hohen Transaktionsvolumen entsprechende technische „Proof of Concepts“ durchführen, um verschiedene Blockchain-Technologien in Bezug auf das benötigte Transaktionsvolumen zu evaluieren, raten die Studienautoren. Die verschiedenen Blockchain-Protokolle würden große Unterschiede aufweisen – hinsichtlich ihrer Eignung vor allem bezüglich Performance oder Protokoll-Reifegraden.

Aufgrund noch unterschiedlicher Blockchain-Plattformen und -Implementierungen sei es empfehlenswert, Anwendungen auf ihre Eignung zur Integration in ein spezifisches Blockchain-System zu bewerten, heißt es von DXC-Technology, das die Studie in Auftrag gegeben hat: „Beim Aufbau einer Blockchain empfehlen wir einen risikobasierten Ansatz, in dem die Sicherheitskontrollen die Geschäftsanforderungen und Prozesse mit berücksichtigen”, sagt Rauer.

Dies bedeute, dass man zum einen die Daten kenne, die in der Blockchain gespeichert und verarbeitet werden sollen. Es verlange aber auch, Lösungen aufzubauen, beispielsweise zur Verschlüsselung, Codeüberprüfung oder im Hinblick auf Identity-Access-Management. Ziel sei es grundsätzlich, klassische Bedrohungen wie die Kompromittierung der Public-Key-Infrastruktur und der Anwendungsentwicklung zu verhindern.

„Effiziente Governance-Struktur“ gefordert

Wichtig, heißt es in der Studie, sei zudem, eine effiziente Governance-Struktur aufzubauen, um Cyberangriffe effizient abzuwehren. „Wir erwarten, dass sich Cyberangriffe künftig auf die Software richten, die einen vereinfachten Zugang zur Blockchain ermöglichen soll“, sagt Rauer. Hier gelte es, den Fokus auf die Implementierung zu setzen. Das Security-Level im Application-Bereich sollte unbedingt erhöht werden beziehungsweise bereits bei der Software-Entwicklung inhärent enthalten sein, heißt es.

Für die Studie „Blockchain: Evolution oder Revolution?“ hat DXC-Technology im Februar 2017 insgesamt 100 Fach- und Führungskräfte deutscher Banken über ein Marktforschungsinstitut befragt. 50 Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte sowie 50 Mitarbeiter aus Fachabteilungen haben an der Erhebung teilgenommen.

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