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Beeindruckender als Uber: Das sind die ersten beiden Blockchain-Unicorns

Blockchain bringt die ersten Einhörner hervor. (Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

Der Hype um Kryptowährungen und die Blockchain hat jetzt die ersten beiden Startups mit einer Milliardenbewertung hervorgebracht. Für Experten ein Warnsignal.

In der Startup-Szene ist der Einhorn-Status so etwas wie ein Goldstandard: Wer eine Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar erreicht, der kann sich nicht nur der Aufmerksamkeit in den Medien sicher sein, sondern auch der Investoren. Unternehmen wie Uber oder Airbnb haben das in der Vergangenheit nur allzu gut bewiesen. Weil die Milliardenbewertung so selten ist, vergoldet sie die Unternehmensidee gewissermaßen – und bietet Startups dadurch viele neue Möglichkeiten.

Blockchain-Startups erreichen Einhornstatus – in wenigen Monaten

Den Goldstandard erreichen nun auch die ersten Blockchain-Startups. Omisego (OMG) und Qtum haben am Donnerstag als erste eine Marktkapitalisierung von einer Milliarde Dollar erreicht. Das berichtet Techcrunch mit Verweis auf die Seite Coinmarketcap.com. Anders als bei klassischen Kapitalerhöhungen erzielten sie die Bewertung via Token-Sales und Initial-Coin-Offerings. Als Token versteht man einen Wert, den ein Unternehmen verkauft – das kann ganz klassisch ein Anteil am Unternehmen sein, aber beispielsweise auch ein Termingeschäft oder die Bezahlung für eine Arbeitskraft. Auf der Ethereum-Blockchain gibt es den ERC20-Standard für Token, der gewisse Normen voraussetzt. Diese Normen erfüllen auch OMG und Qtum.

Besonders beeindruckend: Während viele Startups mehrere Jahre brauchen, um eine Milliardenbewertung zu erreichen, hat es bei den Blockchain-Unternehmen nur wenige Monate gedauert. Im Juli war ein OMG-Token noch 0,27 Dollar wert. 57 Tage später sind es mehr als elf Dollar – eine Vervierzigfachung. Die Qtum-Token haben ihren Wert seit März sogar von 0,30 Dollar auf 17 Dollar gesteigert, mehr als das 56-fache der Ausgangsbewertung. Zum Vergleich: Uber, mit 70 Milliarden Dollar das am besten bewertete Startup weltweit, schaffte den Sprung über die magische Milliardengrenze erst vier Jahre nach der Gründung.

Dabei haben die Unternehmen nicht einmal ein Produkt vorzuweisen, sondern nur eine Idee – nicht ungewöhnlich bei Token-Sales und ICOs. OMG will ein dezentrales Bezahlungssystem auf Basis der Blockchain etablieren. Bis Ende des Jahres soll das Produkt aber stehen. Mit Hilfe von Qtum sollen Unternehmen hingegen Apps und Services auf Basis der Ethereum- und Bitcoin-Blockchain bauen können. Dazu zählen etwa Smart Contracts.

Warum Experten skeptisch sind

Dass die Startups so viel Geld einsammeln, bevor sie überhaupt etwas vorzuweisen haben, löst bei Experten Skepsis aus. Die hohe Marktkapitalisierung zeige zwar, dass an die zugrunde liegenden Geschäftsmodelle geglaubt werde, sagt Zennon Kapron, Direktor des Marktforschungsinstituts Kapronasia, zu Techcrunch. „Aber bei einigen ICOs, bei denen sich die Anfangsinvestition der Geldgeber vervielfacht, gibt es sehr wahrscheinlich massive Spekulation.“

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