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Wegen Spyware-Verdacht: Diese Android-Smartphones nimmt Amazon aus dem Sortiment

(Foto: Blu)

Einige Android-Smartphones des Billig-Herstellers Blu sollen ihre Nutzer ausspionieren. Jetzt hat Amazon reagiert und einige Modelle des Herstellers aus dem Sortiment genommen.

Blu: Billig-Smartphones sollen Nutzerdaten heimlich nach China schicken

Im Rahmen der Hacker-Konferenz Black 2017 hat das Sicherheitsunternehmen Kryptowire erklärt, dass verschiedene Billig-Smartphones vertrauliche Nutzerdaten an Server in China senden. Darunter auch das R1 HD von dem US-amerikanischen Hersteller Blu, das Amazon in den USA für nur 50 US-Dollar exklusiv an Prime-Kunden verkauft hat. Jetzt hat der Online-Händler reagiert und zumindest in den Vereinigten Staaten sämtliche Geräte des Herstellers aus seinem Sortiment entfernt.

Blu-Smartphones: Mittlerweile soll die Sammelwut eingeschränkt worden sein. (Grafik: Kryptowire)

Nach Angaben von Kryptowire kommt auf den betroffenen Smartphones eine Firmware des chinesischen Herstellers Adups zum Einsatz. Die wiederum soll heimlich Textnachrichten, Anruflisten und andere sensible Daten an den Anbieter weitergeleitet haben. Allerdings soll die Sammelwut mittlerweile weniger aggressiv sein. Theoretisch könnte der Anbieter das aber auch wieder ändern.

Blu: Hersteller reagiert auf Vorwürfe

Blu bestätigt in einer Pressemitteilung, dass zumindest ein kleiner Teil der Smartphones des Herstellers Textnachrichten und andere private Daten an Adup geschickt habe. In dem Statement erklärt Blu außerdem, dass Kunden nicht darüber informiert worden seien. Immerhin habe das Unternehmen Adups jedoch aufgefordert, die Sammelfunktion einzustellen, nachdem sie durch Kryptowire davon erfahren haben. Außerdem will Blu in Zukunft Software von Google für die Durchführung von Updates nutzen, statt der von Adups.

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