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BMW: Umbau des Stammwerks München für Elektroauto i4

(Bild: BMW Group)

BMW bereitet in München die Serienproduktion des vollelektrischen Tesla-Konkurrenten BMW i4 vor und baut dafür sein Stammwerk für 200 Millionen Euro um.

Seit Oktober läuft in München der neue BMW 3er im Minutentakt vom Band, ab 2021 soll auf denselben Linien auch das viertürige Elektro-Coupé i4 gebaut werden, wie Werksleiter Robert Engelhorn am Dienstag sagte. Der Umbau der Linien bei laufender Produktion sei „eine echte Herkulesaufgabe“.

Die 3er und der i4 haben dieselbe Plattform. Allerdings müssen in die Karosserie des Elektroautos mehrere Tausend andere Bauteile und stärkere Träger für die gut 500 Kilogramm schweren Akkus im Boden eingebaut werden. In der Fabrik müssen mehr als 1.000 Roboter im Karosseriebau und in der Montage entsprechend umgebaut werden. „Die maximale Flexibilität“ in der Autoproduktion sei extrem wichtig, um je nach Kundennachfrage auf demselben Band Verbrenner-, Hybrid- und Elektroautos bauen zu können, sagte Engelhorn.

Heute bauen die 8.000 Mitarbeiter des Münchner Werks am Olympiastadion täglich rund 1.000 BMW 3er-Limousinen und -Kombis und 4er-Coupés sowie 2.000 Benzinmotoren. In der Montage dürfte die Mitarbeiterzahl mit den Elektroautos auf ähnlichem Niveau bleiben, sagte Engelhorn. Aber im Motorenbau sind 2.000 Mitarbeiter beschäftigt – und die Elektromotoren für den i4 werden aus dem BMW-Werk Dingolfing in Niederbayern kommen. Bei hoher Nachfrage für den i4 könnten künftig auch mehr 3er in China oder im neuen BMW-Werk in Mexiko gebaut werden, das nach dreijähriger Bauzeit im April in Betrieb gehen soll.

Produktions soll auf 230.000 Autos hochgefahren werden

Im nächsten Jahr gehe es im Werk München aber zunächst einmal „in die Vollen“, sagte Engelhorn. Mit dem Hochlauf des neuen 3ers und dem Anlauf des 3er-Plug-in-Hybrids Mitte 2019 soll die Jahresproduktion von heuer knapp 200.000 Autos auf 230.000 Autos hochgefahren werden.

US-Konkurrent Tesla fährt nach enormen Anlaufproblemen gerade die Produktion seines Elektroautos Model 3 hoch und will es ab Februar in Europa für 58.000 Euro auf den Markt bringen. Engelhorn sieht BMW gut auf Kurs, dieses Jahr 140.000 Hybrid- und reine E-Autos zu verkaufen. „Damit sind wir die Nummer eins in Europa“, betonte er. Weltweit ist BMW aktuell Nummer drei hinter dem chinesischen Autobauer BYD und Tesla.

Der i4 soll bis zu 600 Kilometer Reichweite haben. Nach dem seit 2013 in Leipzig gebauten Kleinwagen i3 und dem für 2020 geplanten, in China gebauten Elektro-SUV BMW iX3 soll der i4 der dritte Elektro-BMW werden und 2021 gleichzeitig mit dem neuen Flaggschiff des Konzern, dem vollelektrisch und hochautonom fahrenden SUV BMW iNext aus Dingolfing, in Serie gehen. dpa

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