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BMW digitalisiert – und spart drastisch am IAA-Auftritt

BMW-Chef Harald Krüger zeigt BMW i Vision Dynamics auf der IAA 2017. (Foto: BMW)

BMW wandelt sich vom klassischen Automobilhersteller zum digitalgetriebenen Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen. Das schlägt sich auch im Messegeschäft nieder, bei dem man in Zukunft andere Schwerpunkte setzen will.

BMW verändert den Stellenwert seiner Messebeteiligungen. Das wurde am Rande des BMW Digital Day in München bekannt. Während man noch im vergangenen Jahr rund 11.000 Quadratmeter auf der Frankfurter IAA buchte, werden es im kommenden Jahr deutlich weniger sein – das Handelsblatt nennt gar die konkrete Zahl 3.000 Quadratmeter, was schon ein extremer Einschnitt wäre. Statt dessen will der Münchner Autobauer insbesondere in China mehr Engagement zeigen und plant sogar, den neuen, vollelektrischen X3 dort kommende Woche anlässlich der dortigen Autoshow vorzustellen. Für die IAA ist das ungefähr, als würde Microsoft die Teilnahme an der Cebit absagen.

Im Gegenzug will sich BMW auch noch intensiver auf Technikveranstaltungen engagieren, beispielsweise auf der CES in Las Vegas oder dem Mobile World Congress in Barcelona, wo das Unternehmen in den letzten Jahren seine Präsenz auffällig verstärkt hat. Ähnlich wie die Stuttgarter Konkurrenz von Mercedes spielen Veranstaltungen rund um technischen Fortschritt und Digitalisierung für die Münchner zunehmend eine Rolle. Ob sich die BMW-Führungsriege allerdings so in Szene setzt wie im vergangenen Jahr Daimler-CEO Dieter Zetsche anlässlich der SXSW in Austin, bleibt abzuwarten.

BMW und das veränderte Selbstverständnis

Diese Veränderung bei den Marketingaktivitäten deckt sich im Grunde mit der Gesamtstrategie – weg vom reinen Automobilhersteller hin zum Anbieter digitaler Mobilitätslösungen wie Carsharing, Mitfahrdienste oder anderer Dienstleistungen rund um die Mobilität. Rund 100 Millionen Kunden will das Unternehmen nach eigenen Angaben bis 2025 an sich binden. Ein besonderer Fokus liege dabei auf dem chinesischen Markt, der ein immenses Potenzial biete. Neben Errungenschaften wie dem selbstfahrenden Auto werden es auch datengetriebene Dienstleistungen sein, die für BMW zur Geschäftsgrundlage werden.

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