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BMW will Elektroautos in weniger als 15 Minuten aufladen

BMW i Vision Dynamics. (Foto: BMW)

BMW will Elektroautos schneller laden als es bislang möglich ist. Im Forschungsprojekt „Fastcharge“ erprobt das Unternehmen mit Partnern die Schnellladung mit bis zu 450 Kilowatt.

„An den Grenzen des Machbaren“: BMW testet Fastcharge mit 450 Kilowatt

Elektromobilität steckt noch in den Kinderschuhen – viele Autohersteller investieren Milliardenbeträge in die Entwicklung von E-Autos, Akkus und die Infrastruktur. Damit Elektrofahrzeuge genauso schnell „tanken“ können wie Verbrenner, fehlt es derzeit allerdings noch an der erforderlichen Technologie. Diese will die BMW Group zusammen mit der Allego GmbH, der Phoenix Contact E-Mobility GmbH sowie der Porsche AG und Siemens AG erarbeiten. Gefördert wird das Vorhaben mit 7,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Das Industriekonsortium unter Leitung der BMW-Gruppe will Elektrofahrzeuge mit der dreifachen der derzeit maximal zur Verfügung stehenden Ladeleistung an Ladestationen aufladen – das entspräche einem Wert von 450 Kilowatt. Dafür sollen 900 Volt Spannung und 500 Ampere Stromstärke dazu beitragen, dass die Elektroautos in weniger als 15 Minuten geladen sind. Diese enorme Leistung stelle „sehr hohe Anforderungen an alle beteiligten Komponenten“. Daher sei vorgesehen, dass Ladekabel, -Stecker und Fahrzeugsteckdose während der Energieübertragung gekühlt werden, um flexible Kabel mit kleinem Querschnitt nutzen zu können, die sich ähnlich wie Kraftstoffschläuche handhaben lassen, so BMW.

BMW arbeitet an eigenen Batteriezellen – und mit Porsche und weitern Partnern an der Fastcharge-Technologie . (Bild: BMW)

Fastcharge: BMW-Gruppe will auch die Bedienbarkeit verbessern

Ein neuer Steckerstandard soll für die Fastcharge-Technologie nicht entwickelt werden. Es werden Stecker und Standards des Combined-Charging-Systems (CCS) zum Einsatz kommen, das bereits im Alltag serienmäßiger Elektrofahrzeuge genutzt werde.

Nicht nur schnell, auch bequem soll das Laden per Fastcharge vonstatten gehen. (Bild: BMW)

Das Forschungskonsortium lote im Projekt „Fastcharge“ nicht nur die technischen und physikalischen Grenzen aller beim Laden betroffenen Komponenten und Systeme aus, sondern hat dabei auch die Ladeinfrastruktur im Visier. Ein automatisierter Anmelde- und Abrechnungsprozess soll dabei entwickelt werden, was auch dringend nötig ist. Erste Prototypen der Fastcharge-Forschung sollen bereits 2018 vorgestellt und öffentlich getestet werden.

Das BMW-Konsortium ist derweil nicht die einzige Forschungsgruppe, die an einem Ladeturbo arbeitet. Auch die VW-Gruppe, zu der auch Porsche gehört, forscht schon seit 2016 an ähnlichen Zielen.

BMW i Vision Dynamics
BMW i Vision Dynamics. (Foto: BMW)

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