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Graphcore – Microsoft und BMW investieren in den KI-Chip-Hersteller

KI-Chip von Graphcore. (Foto: Graphcore)

Der britische KI-Chiphersteller Graphcore ist nach einer 200 Millionen US-Dollar schweren Kapitalspritze von Investoren wie BMW und Microsoft jetzt 1,7 Milliarden Dollar wert.

Das 2016 von den Chipspezialisten Nigel Toon und Simon Knowles gegründete Startup Graphcore will es bei KI-Chips künftig mit den Branchengrößen Nvidia, Intel und Google aufnehmen. Frisches Kapital für diese ambitionierte Unterfangen kommt jetzt von Investoren wie BMW und Microsoft.

BMW, Bosch und Microsoft haben Geld in KI-Chip-Hersteller Graphcore gesteckt

In einer von den Investmentfonds Atomico und Sofina angeführten Investitionsrunde sammelte Graphcore insgesamt 200 Millionen Dollar ein, wie die Financial Times (FT) berichtet. Damit steigt die Bewertung des britischen Startups auf 1,7 Milliarden Dollar, heißt es in einer Mitteilung.

Das Geld will Graphcore nach eigenen Angaben dazu nutzen, um die Produktion seiner neuartigen Chips (Intelligent Processing Unit) hochzufahren. Erste KI-Prozessoren, die vor allem auf das Training von künstlicher Intelligenz ausgerichtet sind, wurden in diesem Jahr an Kunden ausgeliefert.

Mitgründer Toon zufolge hat Graphcore den bisher komplexesten Prozessor der Welt entwickelt. Zu den Einsatzgebieten der Graphcore-Chips gehören neben Cloud-Computing auch autonom fahrende Autos und Spracherkennung. Obwohl die Prozessoren sowohl für das KI-Training als auch für den Einsatz in Maschinenlern-Systemen gedacht sind, kosten sie laut Toon ungefähr so viel wie die Grafikchips von Nvidia.

Google-Deepmind und Uber unterstützen Graphcore

Graphcore kann sich schon über Zusagen des KI-Experten und Google-Deepmind-Mitgründers Demis Hassabis sowie des Uber-Chefwissenschaftlers Zoubin Ghahramani freuen, die auch beide zu den Investoren des Startups gehören. Zu den existierenden Investoren gehören laut Graphcore auch Samsung und Dell.

Auf dem Markt für KI-Chips tummeln sich neben Branchengrößen wie Nvidia, Qualcomm und Intel auch Tech-Konzerne wie Google, Apple, Facebook oder Huawei. Dazu kommen Startups wie Cerebras oder Wave Computing, die wie Graphcore Hunderte Millionen Dollar von Investoren einsammeln konnten, wie die FT schreibt.

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