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BMW schließt langfristige Verträge mit Batterieherstellern über 10 Milliarden Euro

Vertreter von BMW und Samsung freuen sich über den Langfristvertrag zur Batterielieferung. (Fotzo: BMW)

BMW hat mitgeteilt, dass langfristige Verträge mit zwei der führenden Batteriehersteller geschlossen werden konnten. Das Vertragsvolumen beläuft sich demnach auf über zehn Milliarden Euro.

Schon bekannt war, dass BMW eine langfristige Abnahmeverpflichtung mit dem chinesischen Batterie-Hersteller CATL eingegangen war. Auch den Bau der CATL-Fabrik in Erfurt hatte der bayrische Autohersteller mitinitiiert. Hier war inzwischen der erste Spatenstich erfolgt. Nun teilt BMW mit, dass das Vertragsvolumen mit CATL auf 7,3 Milliarden Euro angehoben und damit nahezu verdoppelt wurde.

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BMW schließt Verträge mit CATL und Samsung SDI

So will sich BMW die langfristige Belieferung mit Batteriezellen von 2020 bis zunächst 2031 sichern. Dabei ist ein Bestellvolumen von 4,5 Milliarden Euro für die Nutzung durch die BMW Group gedacht, der Rest fließt in das chinesische Joint Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) für den Bedarf in der Volksrepublik.

Neben CATL hat sich BMW auch Samsung SDI als Lieferanten gesichert und einen Vertrag mit einem Volumen von 2,9 Milliarden Euro geschlossen. Dieser beginnt indes erst ab 2021 mit der geplanten Verfügbarkeit des neuen E-Antriebs der Bayern, den BMW als Antrieb der fünften Generation bezeichnet.

Der Antrieb der fünften Generation soll Motor, Getriebe und Elektronik in einer Komponente zusammenfassen und dadurch weitaus kompakter sein. Zudem soll der Antrieb ohne seltene Rohstoffe auskommen und eine rein elektrische Reichweite von 700 Kilometern liefern.

BMW kauft Rohstoffe selbst und entwickelt eigene Prototypen

BMW geht einen ungewöhnlichen Weg, indem es den Einkauf der kritischen Rohstoffe Kobalt und Lithium in den eigenen Händen behält und den Zellenfertigern CATL und Samsung SDI zuliefern wird. So behält der Hersteller die maximale Kontrolle über die Wertschöpfungskette, vor allem aber auch über die Herkunft der Rohstoffe und die Bedingungen, unter denen sie gewonnen werden. BMW will nach eigenen Angaben direkt bei Minen in Marokko und Australien kaufen.

BMW ist nicht unerfahren in der Zellfertigung und betreibt eigene Batterie-Werke in Dingolfing, Spartanburg (USA) und am chinesischen BBA-Standort Shenyang. Zudem hatte der Konzern am 14. November sein „Kompetenzzentrum Batteriezelle“ in München eröffnet, wie wir hier auf t3n.de berichtet hatten. Hier sollen Batterie-Prototypen hergestellt werden, die es BMW erlauben, jederzeit das erforderliche Know-how zu dieser Schlüsseltechnologie im eigenen Haus zu haben.

Passend dazu: Elektromobilität ist nicht genug: BMW setzt auf 4 Antriebssäulen

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