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Mini Cooper SE: Viel Kritik aus den USA an neuem E-Flitzer von BMW

Mini Cooper SE: Rein elektrisch fahrender Stadtflitzer von BMW. (Foto: BMW Group)

BMW hat den ersten rein elektrischen Mini präsentiert. Die Details des Mini Cooper SE begeistern aber kaum. Für 35.000 Euro bekommen Käufer bis zu 270 Kilometer Reichweite und i3-Technik.

Am Dienstag hat die BMW Group den Vorhang gelüftet und den vollelektrischen Mini Cooper SE vorgestellt. Die Reaktionen auf die technischen Details sind gemischt. Während deutsche Medien eher positiv über den neuen Stromer der britischen BMW-Tochter berichten, gehen US-Medien recht hart mit dem Auto ins Gericht. Das Tech-Portal The Verge sieht in dem E-Mini sogar einen der Gründe dafür, dass BMW-Chef Harald Krüger nach gut vier Jahren zuletzt seinen Rücktritt angekündigt hat.

Reichweite: Mini Cooper SE schafft bis zu 270 km

Schauen wir einmal genauer auf die technischen Daten: Der Mini Cooper SE wird von einem 135-Kilowatt-Motor (184 Pferdestärken) angetrieben. Damit soll der Mini Cooper SE die Marke von 100 Kilometern pro Stunde in 7,3 Sekunden erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 150 Stundenkilometern erreicht. Die Batterie hat eine Kapazität von 32,6 Kilowattstunden, der Verbrauch beläuft sich auf 13,2 bis 15 Kilowattstunden. Die Reichweite gibt BMW – abhängig von der Fahrweise – mit 235 bis 270 Kilometern an.

Mini Cooper SE

Der Mini Cooper SE soll dank Schnellladetechnik in 35 Minuten zu 80 Prozent geladen sein. (Foto: BMW Group)

Die Batteriebox ist so in das Auto integriert, dass der Koffer- beziehungsweise Innenraum genauso viel Platz bietet wie bei den Verbrennermodellen. Geladen werden kann der Mini Cooper SE an einer herkömmlichen Steckdose oder einer Wallbox mit elf Kilowatt- Letzteres ist innerhalb von 3,5 Stunden erledigt. Mit Schnellladetechnik (bis 50 Kilowatt) ist eine 80-prozentige Ladung innerhalb von 35 Minuten drin. Interessant klingt die mit einer Wärmepumpe betriebene Heizung. Das soll im Winter dafür sorgen, dass bis zu 75 Prozent sparsamer geheizt werden kann, schreibt Auto-Motor-Sport.

E-Auto Mini Cooper SE von BMW

Der Innenraum des Mini Cooper SE mit eigenem Navigationssystem. (Foto: BMW Group)

Beobachter in den USA kritisieren übrigens weniger die auf dem Papier ordentlichen Leistungswerte als viel mehr eine mangelnde Innovationsfreude. Das Design entspricht in etwa dem des 2014 letztmals neu entworfenen Verbrenner-Mini. Antrieb und Batterietechnik entstammen dem i3, dem ersten Elektroauto von BMW. Entsprechend urteilt der Autopacific-Analyst Ed Kim: „Der Mini Cooper SE ist ein Fahrzeugmodell, das für die Marke ziemlich wettbewerbsfähig und wirkungsvoll gewesen wäre – vor fünf Jahren“.

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Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

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Der E-Mini soll rund 32.000 Euro kosten

BMW hat sich noch nicht offiziell zum Preis des wohl als Stadtflitzer ausgelegten Mini Cooper SE geäußert. In den Medien kursieren Preise von rund 32.000 Euro. Anfang 2020 sollen die ersten Wagen ausgeliefert werden. Kritische Stimmen stellen dem E-Mini Elektrorivalen wie Teslas Model 3 gegenüber, das für einen ähnlichen Preis (in den USA) eine Reichweite von 350 Kilometern und eine Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern bietet. Auch der Hyundai Kona verspricht eine deutlich höhere Reichweite von bis zu 480 Kilometer.

t3n meint: Der Mini Cooper SE ist sicher nicht der ganz große Elektroauto-Wurf. Die technischen Details sind aber auf den ersten Blick für ein Stadtauto vollkommen ausreichend. Weniger anziehend dürfte für viele E-Auto-Fans der Preis sein, der sich offenbar jenseits der 30.000 Euro bewegt. Mit seinen ganz besonderen Liebhabern dürfte aber auch der Mini Cooper SE seine Käufer finden. Jörn Brien 

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4 Kommentare
Linus
Linus

was soll den ein 135-Kilowattstunden-Motor sein?

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Jörn Brien

Ist geändert. Danke für den Hinweis :)

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xordinary
xordinary

„mit elf Kilowatt an einer herkömmlichen Steckdose“

Da sind mal wieder die Fachjournalisten am Werk! An einer herkömmlichen Steckdose, vulgo „Schuko“ dürfen maximal 16 A angehängt werden, und zwar auf einer Phase. Das macht dann 3,7 kW. Zur Sicherheit werden bei den Notladern für Schuko aber immer nur 13 A gezogen, damit nicht bei älteren Häusern ständig die Sicherung rausfliegt. Macht knapp 3 kW.

Was ihr da beschreibt, ist eine dreiphasige Wallbox mit 16 A. Die kann dann bis zu 11 kW Leistung liefern. Das ist allerdings keine „herkömmliche Steckdose“, sondern ein Gerät, das ein Elektriker fachgemäß installieren muss.

Vielleicht schreibt ihr lieber wieder über Sachen, von denen ihr was versteht …

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Jörn Brien

Ist präzisiert, danke für das Feedback.

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