News

BMW und Daimler arbeiten zusammen an i2-Stromer für unter 30.000 Euro

Der BMW i2 soll etwa so groß wie der i3 werden. (Foto: BMW)

BMW und Daimler arbeiten zusammen an einer Plattform für Elektroautos. Erstes Modell soll der Kompaktstromer BMW i2 werden, der unter 30.000 Euro kosten soll.

BMW und Daimler bündeln ihre Kräfte: Die beiden süddeutschen Premium-Autobauer legen nicht nur ihre Mobilitätsdienste zusammen und arbeiten gemeinsam an selbstfahrenden Autos. Um Kosten zu sparen, basteln sie auch vereint an einer Architektur für Elektroautos.

BMW und Daimler teilen sich Entwicklungskosten und Elektroauto-Architektur

Um die kostspieligen Herausforderungen der Mobilität der Zukunft nicht allein schultern zu müssen, haben sich BMW und Daimler in zahlreichen Feldern zusammengetan. Wie BMWs Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich gegenüber dem Manager Magazin (Paywall) erklärt, arbeiten die Konzerne zusammen an einer Elektroplattform, um so mit Elektroautos auch Geld verdienen zu können. Über laufende Verhandlungen der Entwicklung einer gemeinsamen Fahrzeugplattformen hatte die Süddeutsche Zeitung Mitte März berichtet.

Daimler und BMW gründen fünf Mobilitäts-Joint-Ventures. (Foto: Daimler/BMW)

Daimler und BMW gründen fünf Mobilitäts-Joint-Ventures. (Foto: Daimler/BMW)

Seit drei Jahren würden sich die wichtigsten Vorstände der beiden Konzerne treffen, nachdem BMW-Chef Harald Krüger bei BMW eine Ära der Allianzen eingeleitet hatte. Daimler sei für Krüger der Partner der Wahl. Volkswagen war dem Bericht zufolge auch im Spiel, Fröhlich und Kollegen hatten sich jedoch vorerst gegen die Wolfsburger entschieden, Gespräche mit Volkswagen würden aber weiter laufen.

BMW i2: Stromer soll unter 30.000 Euro kosten

Als erste Frucht der Kooperation sei zunächst nur ein gemeinsames Elektroauto geplant. Diese Auflage habe BMWs Entwicklungschef Fröhlich dem künftigen Daimler-Chef Ola Källenius „sehr deutlich mitgeteilt“, so das Wirtschaftsmagazin. Der Kompakt-Stromer soll als BMW i2 in Serie gehen und ähnlich groß werden wie der erstmals 2013 erschienene BMW i3. Um Kosten zu sparen, werde der i2 jedoch ohne die teure Carbonkarosserie auskommen. „Die Daimler-Kollegen staunten, wie radikal BMW sparen will“, schreibt das Magazin.

BMW i3 in Bildern
Der BMW i3 120 Ah. (Bild: BMW)

1 von 13

Der Stromer soll weniger als 30.000 Euro kosten und ab 2024 vom Band rollen. Als elektrische Reichweite würden 300 Kilometer angestrebt. Daimler ziele darauf ab, pro Jahr 500.000 Autos auf Basis der gemeinsamen Elektroarchitektur zu verkaufen.

Daimler und BMW sind mit ihren Plänen einer gemeinsamen Elektroplattform vergleichsweise spät dran. Volkswagen hat mit seinem modularen Elektrobaukasten (MEB) schon eine Lösung parat, die der Konzern auch Dritten zur Nutzung anbietet. Das erste Elektroauto basierend auf dem MEB, der VW ID, soll 2020 vom Band laufen. BMW will bis 2025 12 rein elektrische Modelle im Portfolio haben – zunächst erscheinen bis 2021 der iX3, der i4 und der BMW iNEXT.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Kurt Knittel
Kurt Knittel

Das gemeinsame Entwickeln finde ich gut. Aber, die Prioritäten und die Produkte sind falsch!
Viel, viel wichtiger, als autonomes Fahren und dem totgeborenen e-Auto noch gutes Geld hinterherwerfen, ist die schnelle Entwicklung eines zukunftsfähigen Wasserstoffantriebs.
Denn autonomes Fahren ist bestimmt was Feines, aber es hilft nicht wesentlich gegen CO2 und sonstige Schadstoffe, die uns in die Klimakatastrophe treiben.
Der Wasserstoffantrieb erzeugt lediglich Wasser als einzigen Rückstand nach der Verbrennung. Außerdem bin ich ziemlich sicher, dass sowohl Daimler als auch BMW die passende Technologie bereits in der Schublade haben und nicht mehr viel fehlt, um daraus ein marktfähiges Produkt zu entwickeln. Also, schnell die Prioritäten ändern, die Ingenieure „von der Leine lassen“ und endlich mal wieder eine Zukunftstechnologie „Made in Germany“ auf den Weltmarkt bringen!
Hier könnte m.E. richtig Geld verdient und gleichzeitig der Umwelt geholfen werden.

Lasst die Chinesen ihre e-Autos bauen. Solange sie e-Autos bauen, können wir uns den Knowhow-Vorsprung beim Wasserstoffantrieb erarbeiten. Denn, wenn die erstmal den ökonomischen und ökologischen Vorteil des Wasserstoffantriebs begriffen haben, werden Sie uns ganz schnell wieder den Rang ablaufen. Denn der Vorteil des Wasserstoffantriebes wird erst klar, wenn man den Bogen weiter spannt und das Problem nicht auf den Antrieb bzw. den Energieträger reduziert, sondern ganzheitlich betrachtet.

Ganzheitlich bedeutet in diesem Fall:
1. Verständnis und Umsetzung für die Technologie, die beim „deutscher Zukunftspreis 2018“ den zweiten Platz erreicht hat und deren Anwendung!
https://www.zdf.de/wissen/deutscher-zukunftspreis/dzp-2018-wasserstoffspeicher-100.html

2. Die notwendigen „Rohstoffen“ für die Wasserstoffgewinnung (Wasser und ökologisch erzeugter Strom für die Elektrolyse) sind vor allem im Norden von Deutschland heute schon z.T. im Überfluss vorhanden.

2. Die Infrastruktur zur Verteilung des Energieträgers ist in Form des Verteilersystems von Benzin und Diesel bereits vorhanden und muss nur noch um den Wasserstoff erweitert werden.

3. Ebenso kann das vorhandene Tankstellennetz mit relativ wenig Aufwand in die neue Art des Transports von Wasserstoff einbezogen werden.

4. Der Tankvorgang geht in ähnlicher Geschwindigkeit wie heute.

5. Die Produktion der Motoren und der Autos ähnelt dem heutigen Stand der Technik

6. Zu allem Überfluss könnten die Braunkohlekumpels in den neu zu errichtenden Wasserstoffwerken ihr Auskommen finden. Wo könnten die Werke den Besser errichtet werden, als in der Mondlandschaft, die der Braunkohletagebau hinterlassen hat. Wasser wird es in den betroffenen Regionen sicher geben und wenn nicht, könnten Pipelines das kostbare Nass dorthin bringen. Den Nordseestrom gezielt in diese Regionen zu transportieren, wo es dann Tag und Nacht Abnehmer gäbe, dürfte auch nicht das unlösbare
Problem darstellen. Somit wäre das Problem des überschüssigen Stroms auch gelöst.
Siehe deutscher Zukunftspreis 2018:
https://www.zdf.de/wissen/deutscher-zukunftspreis/dzp-2018-wasserstoffspeicher-100.html

Fazit: Es könnte so einfach sein, wenn sich alle Beteiligten dem gleichen Ziel verschreiben würden:
„Der Umwelt helfen, um damit unsere Erde und uns die Klimakatastrophe zu ersparen, bzw. diese so gering wie möglich zu halten.“

Probleme, die dieser Lösung entgegenstehen sehe ich in der Zunft der verschiedensten Lobbyisten, die das alles nicht interessiert und nicht wollen, da sie nur an den Vorteil ihrer jeweiligen Klientel und nicht global denken!
Dies fängt bei der Mineralöl-Lobby an (die Söhne der Scheichs wollen ja ihr Rohöl auch morgen noch verkaufen) und hört bei der Stromerzeuger- und Automobilindustrie-Lobby, die sich die Pfründe der staatlichen Subventionen noch lange erhalten wollen, noch lange nicht auf.

Ich freue mich über jeden sachlichen, auch nicht zustimmenden Kommentar.
Danke für die Geduld beim Lesen.
Viele Grüße
Kurt Knittel

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.