Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

BMW verspricht Elektroautos ab 2020 zum Verbrenner-Preis

BMW i3 - 2017 im neuen Design. (Foto: BMW)

BMW hat auf dem Wiener Motorensymposium 2017 eine vielversprechende Aussage getroffen: Ab 2020 sollen Elektroautos so viel kosten wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren – dank neuer Batterietechnik.

BMW: Neue Batterie-Technologie macht Stromer günstiger

Auf dem Wiener Motorensymposium hat das Team um Stefan Juraschek, Hauptabteilungsleiter für elektrische Antriebe bei BMW, über die Zukunft der Elektroantriebe gesprochen. Im Zuge des Vortrags wurde angekündigt, dass Elektroautos mit einer Reichweite bis 500 Kilometern ab 2020 zu einem vergleichbaren Preis wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren des gleichen Modell-Segments angeboten werden könnten, berichtet das BMW-Blog Bimmertoday.

Mit der Initiative „Next 100“ gibt BMW einen Ausblick auf das Auto der Zukunft. (Bild: BMW)
Mit der Initiative „Next 100“ gibt BMW einen Ausblick auf das Auto der Zukunft. (Bild: BMW)

Erreicht werden könne die Preissenkung durch das Ersetzen der Lithium-Ionen- durch Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Akkus (LNMC), die im Vergleich deutlich günstiger seien und überdies größere Reichweiten als die aktuelle Batterietechnik erzielen sollen. BMW setzt allerdings schon länger in einer Akku-Eigenentwicklung LNMC-Zellen von Samsung. Neben der Akkutechnologie spiele außerdem eine „modulare Fahrzeugarchitektur mit vielfach skalierbaren und extrem flexiblen Komponentenbaukästen, die eine exakte Anpassung an die Wünsche der Kunden erlauben“, eine zentrale Rolle.

BMW: Elektro-Baukasten für Fahrzeuge mit „hochattraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis“

Ab 2020 solle die fünfte Generation des BMW-Elektro-Baukastens für Fahrzeuge mit einem „hochattraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis“ sorgen. Der in Entwicklung befindliche Baukasten sei modular aufgebaut und umfasse möglichst wenige verschiedene Komponenten, um als Basis für eine verhältnismäßig hohe Anzahl verschiedener Fahrzeugmodelle zu dienen – es könne ferner eine Leistungsspanne von 90 bis über 250 Kilowatt (122 bis über 340 PS) abgedeckt werden. Mittels der skalierbaren Architektur solle wie bei BMWs der aktuellen Baureihe wie beispielsweise dem 525i bis zum 550i ein ähnliches Leistungsspektrum bei Stromer-Modellen abgedeckt werden können.

Im Zuge des Symposiums hob das Ingenieurs-Team um Juraschek BMWs eigene Inhouse-Strategie hervor, die unter anderem eine wichtige Rolle für die Kosteneffizienz beim BMW i spiele. Dieses Vorgehen liefere den Entwicklern der BMW-i-Modelle ein konkretes Technologie-Verständnis und trage dazu bei, Kostenstrukturen der Zulieferer transparent und nachvollziehbar zu machen.

Der erste iNext-BMW soll dem Jaguar i-Pace ein wenig ähneln

1 von 7

Eines der ersten i-Next-Fahrzeuge mit neuer Architektur werde laut BMW-Blog ein Crossover sein, der eine gewisse Ähnlichkeit zum Jaguar I-Pace aufweisen soll. Das Fahrzeug soll ab 2021 mit Level-3-Autonomie in Dingolfing vom Band laufen. Bis dahin, so heißt es, werde der beliebte Stromer BMW i3 ein Redesign erhalten.

Weiterführende Artikel:

via www.electrive.net

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

7 Reaktionen
Robert Zottmann

Das Model S ist schon seit Jahren eingepreist wie die deutschen Mitbewerber. Ein vergleichbarer Audi RS 7 oder S 7 ist über die Lebensdauer sogar erheblich teurer. Versicherung, Steuer und vor allen der Sprit. Er ist vom Innenraum auch noch beengten. Vom Kofferraum brauchen wir gar nicht sprechen. Beim ökologischen Aspekt hat der Verbrenner, wenn man die ganze Herstellungskette sieht eh keine Chance. Am Schluß noch ein wichtiger Punkt das Fahrerlebnis ist unvergleichlich besser, Sucht gefährlich, danach will man nie mehr was anderes! Im Massenmarkt wird es allerdings mit dem Model 3 noch ein paar Monate dauern, bis es z. B. Audi zum A 5 eine preislich ähnliche oder gleiche E Auto Alternative gibt. BMW ist um 7 Jahre hinterher, mindestens!

Solarpirat

"durch das weglassen von Lithium?" Whaaaat?

Die jetzigen Akkus die BMW einsetzt sind bereits Lithium-Nickel-Mangan-Kobaldoxid Mischungen. Lässt man Lithium weg, hat man gar nix mehr.

Fragt sich jetzt wer den quatsch erzählt, der Qualitätsjournalist oder der von BMW. ROFL

Andreas Floemer

Okay, du hast Recht. BMW setzt schon länger auf NMC-Akkus, allerdings eine Eigenentwicklung mit festem Aluminiumgehäuse. Lithium steckt natürlich auch in (L)NMC-Batterien. Danke für den Hinweis.

Dirk

Bei der Akkutechnologie müssen die Hersteller sich etwas einfallen lassen. Speziell um das Gewicht der E-Autos nicht im SUV-Bereich zu belassen. Reichweite von 500 echten Autobahn-KM plus schnelleres Laden sollte auch für die meisten Dienstwagen ausreichen.
Bei aller Begeisterung fehlt mir eine Gesamt-Öko-Bilanz für E-Fahrzeuge. Wie schneidet das Fahrzeug inkl. Akku-Produktion (ggf. Austausch) und energieintensiven Hightech-Materialien wie Magnesium, Alu, Carbon etc. nach sagen wir 10 Jahren und 200.000 KM gegen einen Benziner bzw. Diesel derselben Klasse ab? Gibt es da verlässliche Daten?
Ich stehe allerdings auch dem Downsizing mit Turbo kritisch gegenüber, was die Dauerhaltbarkeit angeht. Meine Erfahrung: spätestens ab 140 Km/h saufen die Motoren und der Verbrauch steigt oft über Saugerniveau mit größerem Hubraum.

MST

Hier werden ein paar Aspekte zusammengetragen: https://www.energie-lexikon.info/elektroauto.html --> ##Energieeffizienz von Elektrofahrzeugen

Wenn auch nicht weiter ausgeführt wird doch in dem Artikel zumindest erwähnt: Auch die Energiebilanz des Verbrenners ist ab dort zu betrachten, wo das Öl aus der Erde sprudelt. Und ab da ist der Weg weit und alternativlos, wohingegen sich für das Elektroauto der Erzeugungsmix tendenziell verbessert.

MST

Nun ja, solange es der Preis eines BMW-Verbrennungsmotor-Fahrzeugs ist, bedeutet dieser Vergleich keinen großen Wurf in Sachen Breitentauglichkeit. Man dard gespannt sein, ob die um den Baukasten gestrickten Modelle auch so brachial aus dem BMW-Flair fallen, wie der i3. Und warum muss das Thema so penetrant mit autonomem Fahren verquickt werden? Und letztlich spricht aus "ab 2020" immer noch eine ganz schöne Trödelei und Halbherzigkeit. BMW steht sich also weiter im Weg. Li-NMC -Akkus finden sich übrigens schon jetzt in den BMW-i-Modellen.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst