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Vor Börsengang: Wework macht 690 Millionen Dollar Verlust – im ersten Halbjahr

Die Wework-Gründer Miguel McKelvey und Adam Neumann. (Foto: Wework)

Wework soll bis zu 47 Milliarden US-Dollar wert sein. Im Vorfeld des geplanten Börsengangs ist bekanntgeworden, dass das Startup 690 Millionen Dollar Verlust gemacht hat – in sechs Monaten.

Wann genau Wework an die Börse geht, ist noch nicht bekannt. Angesichts der sich verdunkelnden Aussichten am Aktienmarkt könnte das eher früher als später der Fall sein. Die Vorbereitungen laufen jedenfalls. Jetzt hat Wework, das sich kürzlich We Company umbenannt hat, offiziell das sogenannte S1-Formular bei der Börsenaufsicht SEC eingereicht, wie die FAZ berichtet.

Wework informiert Investoren über hohe Verluste

Damit hat Wework einen wichtigen formellen Schritt für den bevorstehenden Börsengang getan. In dem Formular werden unter anderem wichtige Geschäftsinformationen offengelegt, um potenzielle Investoren von dem aktuellen Stand zu unterrichten. Laut den Angaben in diesem Formular hat Wework in den ersten sechs Monaten einen Verlust von 690 Millionen Dollar hinnehmen müssen.

Was erst einmal viel klingt, dürfte immerhin eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr bedeuten. 2018 hatte Wework den Umsatz auf 1,8 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Informationen des Wall Street Journals (WSJ) zufolge sollen dabei im Gesamtjahr aber auch 1,9 Milliarden Dollar Verlust angefallen sein. Grund für die hohen Verluste sind die Anstrengungen in die Expansion.

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Für Wework sind die hohen Verluste angeblich kein Problem. Wework Vize-Chairman Michael Gross soll laut WSJ im Frühjahr gesagt haben, dass das Startup auf einem Cashberg von mehr als sechs Milliarden Dollar sitze. Zudem soll im Juli eine Anleihe im Wert von fünf bis sechs Milliarden Dollar aufgenommen worden sein. Davon, dass Wework ursprünglich im Jahr 2019 profitabel sein wollte, ist derweil freilich keine Rede mehr.

Wework-Börsengang soll „einige Milliarden Dollar“ bringen

Wieviel Wework bei dem Börsengang erlösen wird, ist noch ebenso unklar wie der eigentliche Wert des Startups. Eine Investition von Softbank hatte Wework zuletzt mit 47 Milliarden Dollar bewertet. Zeitgleich hatte Softbank aber auch Anteile von anderen Wework-Investoren und -Mitarbeitern gekauft, nach denen Wework mit 23 Milliarden Dollar bewertet würde. Der Börsengang soll laut WSJ „einige Milliarden Dollar“ bringen. Der IPO wäre damit der zweitgrößte nach dem Uber-Börsengang im Mai.

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