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Fundstück

Das passiert, wenn ein Bot für 48 Stunden deine Social-Media-Kanäle übernimmt

Harvey Wilks hat es gewagt und seinen Facebook- und Twitter-Account von einem Bot übernehmen lassen. Die ganze Geschichte gibt es in unserem Fundstück.

Stell dir vor, ein Bot würde deinen Facebook- oder Twitter-Account übernehmen und Dinge in den Newsfeed deiner Freunde posten. Klingt das nicht irgendwie beunruhigend? Das dachte sich auch Harvey Wilks, als sein guter Freund, der Gründer eines Startups namens Doli.io, ihm erzählte, dass sein Tool genau das tun würde.

Würdet ihr eure Social-Media-Kanäle von einem Bot steuern lassen? Dieser Man tat es

Harvey Wilks unterschreibt die Einverständniserklärung: Ein Bot übernimmt seine Social-Media-Kanäle für 48 Stunden. (Foto: Harvey Wilks)
Harvey Wilks unterschreibt die Einverständniserklärung: Ein Bot übernimmt seine Social-Media-Kanäle für 48 Stunden. (Foto: Harvey Wilks)

Wilks bräuche nur eine Einverständniserklärung unterzeichnen und damit dem Bot den Weg freimachen. Für den Journalisten war der Versuch es wert. Denn vor ihm lag ein Familientreffen, auf dem er mal nicht wie ein Smartphone-Zombie aussehen wollte, der ständig seinen Freundeskreis mit Videos, Fotos und News versorgt.

„Der Bot spiegelt das Online-Verhalten des Nutzers.“

Das besagte Doli.io-Tool soll sich in der Frequenz den bisherigen Beiträgen oder „Like“-Angaben des echten Nutzers anpassen. Das Programm scannt dafür den gesamten Seitenverlauf und schließt daraus, wer zum engen Freundeskreis gehört, mit wem der Nutzer regelmäßig schreibt und wessen Posts er am häufigsten mit einem „Gefällt mir“ versieht. Diesen Ergebnissen entsprechend verhält sich der Bot dann online.

Wilks sagte zu und beobachte aus der Ferne, wie der Bot sich schlägt. Im Verlauf des Tages reagierte Doli.io bei einer scheinbar beliebigen Auswahl an Kommentaren mit einem „Like“, zeigte „Interesse“ für eine Kinovorführung und beantwortete sogar eine Einladung seines Freundes Charlie. Beeindruckend daran war vor allem, dass er in der Antwort den Freund mit dem Namen ansprach. Jedoch nicht mit dem Vornamen, der auf Facebook zu sehen war, sondern mit dem Spitznamen, den er zuvor aus den Nachrichtenverläufen gezogen hatte.

Ein Bot sagt eine Einladung ab – wie ein echter Mensch. (Foto: Harvey Wilks)
Ein Bot sagt eine Einladung ab – wie ein echter Mensch. (Foto: Harvey Wilks)

Harvey Wilks hat seine Erfahrungen für Motherboard aufgeschrieben. Sein Testlauf bescherte ihm einige Aha-Effekte und beunruhigend war für ihn schlussendlich nur noch, dass er seinen liebgewonnen Bot-Kumpel wieder gehen lassen musste. Die ganze Geschichte lest ihr hier.

Übrigens, wer sich stärker für Bots in sozialen Medien interessiert, sollte auch einen Blick in unseren Artikel „Wie Social-Media-Trends durch Bots manipuliert werden“ werfen. Unser Autor Andreas Weck schreibt hier über eine Schattenwelt im Netz, die vielen in der Form unbekannt sein dürfte.

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