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Spiegel-Bericht: Millionen sind unfreiwillig Teil krimineller Botnetzwerke

Bild: Shutterstock

Die Zahl der Cyberattacken auf Verbraucher ist nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel wesentlich höher als bisher bekannt.

Allein die Telekom müsse jedes Quartal 300.000 Kunden warnen, weil sie einen Trojaner auf ihrem Computer haben und damit Teil eines sogenannten Botnetzes sind, berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe.

Botnetze sind Zusammenschlüsse von Computern und anderen mit dem Internet verbundenen Geräten, die Internetkriminelle mithilfe von Schadsoftware gekapert haben. Mit einem Botnetz kann man beispielsweise mit geballter Rechenkraft Angriffe auf weitere Computer fahren oder von dort aus infizierte E-Mails verschicken.

Experten: Internetkriminalität liegt höher als offizielle Zahlen vermuten lassen

Auch Kriminalisten und IT-Fachleute gingen davon aus, dass die Internetkriminalität mittlerweile sehr viel höher liege als die offiziellen Zahlen suggerieren. Nur ein Bruchteil der Fälle werde auch erfasst. Allein dem internationalen Gangsternetzwerk Avalanche, das in 180 Ländern aktiv war und das Ermittler aus aller Welt vergangenen November hochgehen ließen, ordneten die zuständige deutsche Staatsanwaltschaft in Verden rund 27.000 Anzeigen zu. Das seien aber sicher nicht alle Opfer, sagt der leitende Staatsanwalt Frank Lange. „Damit haben wir keine zehn Prozent.“ Laut Bundeskriminalamt lag der Schaden, den Internetkriminelle 2015 verursacht haben, in Deutschland bei lediglich 40 Millionen Euro.

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) leitete im vergangenen Jahr mehr als dreimal so viele Ermittlungen ein wie noch 2015. Im zweiten Jahr ihres Bestehens habe die Zentralstelle 1545 Ermittlungsverfahren neu erfasst, teilte ein Sprecher der Spezialstaatsanwaltschaft mit Sitz im oberfränkischen Bamberg bereits am Donnerstag mit. Im ersten Jahr waren es demnach gerade einmal 488. dpa

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Eine Reaktion
Jens

Hä? Darum geht es doch in einem botnetz

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