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Boxworks 2017: Die Zukunft der Arbeit wird intelligent und automatisiert

(Foto: Diego Wyllie)

Auf seiner Kundenkonferenz in San Francisco hat der Cloud-Anbieter Box seine Vision für die Zukunft der Arbeit vorgestellt. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernens sollen sie prägen.

Aktuelle Software-Innovationen zeigen immer wieder, dass Maschinen inzwischen nicht nur manuelle, monotone Arbeit übernehmen können. Computer sind schon längst in der Lage, Brainpower zu ersetzen. Sie können Dinge und Fähigkeiten selbständig erlernen, für die man früher einen denkenden Menschen benötigte. Dank der heute in der Cloud zur Verfügung stehenden Rechenleistung und Storage-Kapazitäten und einer schier endlosen Menge an Daten, die Menschen und Maschinen generieren und aus denen Computer selbst lernen können, wird Software immer intelligenter.

Im Consumer-Bereich werden digitale Assistenten wie Siri (Apple), Cortana (Microsoft), Alexa (Amazon) und der Google Assistant immer leistungsfähiger – für viele Anwender sind sie bereits aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber auch im Business-Bereich setzen sich künstliche Intelligenz (KI) und Machine-Learning (ML) immer weiter durch. Der Cloud-Pionier Salesforce hat mit Einstein künstliche Intelligenz bereits in seine Plattform integriert. Der britische Business-Software-Anbieter Sage Software automatisiert mit dem Chatbot Pegg Buchhaltungsprozesse. Oracle hat Anfang Oktober auf seiner Kundenkonferenz Openworld eine ganze Reihe KI-basierter Apps für Marketing, Kundenservice und mehr vorgestellt. Nun ist Box an der Reihe.

Künstliche Intelligenz fürs Content-Management

Auf der Boxworks 2017 in San Francisco hat der führende Cloud-Content-Management-Anbieter mit „Box Skills” und „Box Graph” neue Tools präsentiert, mit denen Kunden künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen auf ihren eigenen Content und ihre Business-Workflows anwenden können. Dabei verfolgt das Unternehmen eine interessante Strategie. Anstatt eigene KI-Algorithmen und -Modelle selbst zu entwickeln, greift es auf die bewährten Lösungen der führenden KI-Anbieter zurück. Durch strategische Partnerschaften mit IBM, Google und Microsoft will Box seine Kunden in die Lage versetzen, die passenden KI-Lösungen für ihre Geschäftsprozesse selbst auswählen zu können. Auf der Konferenz im Moscone-Center hat Box-Gründer und -CEO Aaron Levie drei Box-Skills gezeigt, die sich derzeit in der Entwicklung befinden und Anfang nächsten Jahres in die Beta-Phase starten sollen: Audiointelligenz, Videointelligenz und Bildintelligenz.

Der „Video-Intelligence-Skill”, den Box auf seiner diesjährigen Konferenz präsentierte, soll in der Lage sein, Texte, Objekte und Gesichter in Videoinhalten automatisiert erkennen und indexieren zu können. (Foto: Box)

Audio-Intelligence basiert auf IBM Watson und nutzt Audiodateien zur Erstellung und Indizierung eines Text-Transkripts, das in einer Vielzahl von Anwendungsfällen mühelos durchsucht und bearbeitet werden kann. Der Video-Intelligence-Skill greift auf die Microsoft-Cognitive-Services der Azure-Plattform von Microsoft zurück, um Anwendern mithilfe von Transkription-, Themenentdeckung- und Gesichtserkennungslösungen ein schnelles Finden der benötigten Informationen in einem Video zu ermöglichen. Der Bildintelligenz-Skill setzt schließlich auf die Cloud-Computing-Plattform von Google. Er erkennt einzelne Objekte und Konzepte in Bilddateien, erfasst Text über optische Zeichenerkennung (OCR) und fügt Bildern automatisch Stichwortetiketten hinzu für die automatisierte Erstellung von Metadaten in Bildkatalogen.

Eigene Skills selbst entwickeln

Solche Skills werden sich in Zukunft – Beta-Versionen und Preise wurden für Anfang nächsten Jahres angekündigt – miteinander kombinieren und erweitern lassen. Dazu hat Box das „Box-Skills-Kit” vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein umfassendes SDK (Software-Development-Kit), mit dem Cloud-Dienstanbieter, unabhängige Softwareanbieter, Systemintegratoren und Unternehmenskunden sowohl die von Box entwickelten Skills als auch eigene Skills auf Basis anderer KI- und ML-Technologien von Drittanbietern selbst erschaffen können.

Wie Jeetu Patel, Chief-Product-Officer bei Box, im Interview erklärte, wurde das Framework auf Basis einer Reihe von zustandslosen, strikt voneinander unabhängigen Rest-APIs entwickelt, die in einer serverlosen Architektur modelliert wurden. Dank dieses Serverless-Computing-Modells lassen sich Skills automatisiert triggern, wenn ein bestimmtes Ereignis auftritt. Nach der Ausführung der Skill-Funktionen erhalten Entwickler ein JSON-Dokument zurück, das sich mithilfe vordefinierter UI-Elemente, „Cards” gennant, in Box visualisieren lassen. Die Anwendungsszenarien seien extrem vielfältig, betonten die Box-Entwickler. In einem Callcenter zum Beispiel könnten Unternehmen die Audiotranskription von IBM Watson mit dessen Sentiment-Analyse in der IBM-Cloud kombinieren, um Kundendienst-Aufnahmen zu verarbeiten und automatisch die wesentlichen Themen und Kundenreaktionen zu analysieren.

Box Graph

Ebenfalls auf der Boxworks 2017 stellte das Unternehmen eine neue Graph-Technologie vor. „Box Graph” ist ein intelligentes Netz aus Inhalten, Beziehungen und Aktivitäten, das Box nutzen wird, um neue Erlebnisse und Dienstleistungen sowohl für einzelne Box-User als auch für Unternehmen möglich zu machen. Box Graph wird nach Angaben des Unternehmens kontinuierlich durch maschinelle Lernprozesse angereichert werden, wobei es den von Box integrierten Berechtigungen, Sicherheits- und Compliance-Richtlinien folgen soll.

Dies soll dafür sogen, dass alle Daten stets in der sicheren Box-Instanz eines Kunden verbleiben und das Benutzer nur dann Dateien und Inhalte sehen und mit ihnen interagieren dürfen, wenn sie zugriffsberechtigt sind. Das Unternehmen hat die erste von Box Graph bereitgestellte Neuheit namens Feed vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen personalisierten Aktivitäts-Feed, der die für jeden Box-User relevante Dokumente, Updates, Einblicke und Inhalte kuratieren und ermitteln soll. Dadurch sollen Mitarbeiter in die Lage versetzt werden, sofort sehen zu können, worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten sollten und nichts wichtiges verpassen.

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