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Phishing-Falle: Hacker locken Browser-Nutzer mit einem grünen Schloss

Grünes Schloss im Browser schützt nicht per se vor Phishing. (Bild: Shutterstock)

Viele Nutzer verlassen sich beim Surfen auf das grüne Schloss in der Adressleiste des Browsers. Allerdings soll auch jede zweite Phishing-Seite das Symbol haben.

Das grüne Schloss-Symbol in der Adressleiste des Browsers ist kein Indikator für eine für den Nutzer sichere Seite. Das geschlossene Vorhängeschloss zeigt zwar an, dass der Datenverkehr vom Browser zum Server per TLS verschlüsselt und damit sicher vor dem Mitlesen durch Dritte ist. Allerdings setzen auch Betrüger auf das Symbol und locken arglose Nutzer damit in die Browserfalle, wie Heise berichtet.

49 Prozent der Phishing-Seiten haben ein grünes Schloss-Symbol

Analysen der Anti-Phishing-Firma Phishlabs zufolge sind derzeit 49 Prozent der Phishing-Seiten mit einem der grünen Schloss-Symbole ausgestattet, wie der Sicherheitsforscher Brian Krebs schreibt. Noch vor einem Jahr waren es nur 25 Prozent. Besonders gefährlich ist die Annahme vieler Internetnutzer, dass das Symbol Sicherheit beim Surfen verspräche. Einer Umfrage von Phishlab aus dem vergangenen Jahr nach glaubten über 80 Prozent der befragten Nutzer, dass eine Website mit grünem Schloss legal oder sicher sei.

John LaCour, Technikchef bei Phishlabs, betont, dass das Vorhandensein von SSL-Verschlüsselung nichts über die Sicherheit der Seite aussage. Die Phishing-Betrüger würden zunehmend ihre eigenen Domains registrieren und Sicherheitszertifikate dafür ausgeben. Browseranbieter wie Google und Mozilla reagieren derweil, indem sie unverschlüsselte Seiten eher als „unsicher“ anzeigen und das beruhigende Schloss-Symbol ausmustern.

Diese Fake-Seite mit grünem Schloss-Symbol lockt Nutzer mit einem angeblichen Facebook-Login in die Phishing-Falle. (Screenshot: Brian Krebs)

Allerdings bietet das natürlich auch keine bessere Orientierung für Nutzer, um zu erkennen, ob es sich um betrügerische Seiten handeln könnte oder nicht. Denn das kann der Browser nicht erkennen. Daher sind die Nutzer selbst aufgefordert, genau hinzuschauen, selbst wenn ein Symbol ihnen Sicherheit suggeriert. Browser wie Chrome warnen aber durchaus vor bekannten betrügerischen Websites oder Malware.

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