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Buffer: Tweets automatisch zur besten Zeit twittern lassen

Wer bei Twitter gehört, geklickt, geretweetet und gefolgt werden will, braucht dafür nicht nur interessante Inhalte, sondern auch eine funktionierende Strategie und ein gutes Timing. Beim Timing will Buffer den Nutzern hilfreich unter die Arme greifen. Mit diesem kleinen Tool können Webinhalte automatisch zur besten Sendezeit getwittert werden, ohne dass der Nutzer selbst eingreifen muss. Erste Ergebnisse sind vielversprechend.

Buffer bringt eine um 200 Prozent gesteigerte Klickrate in nur zwei Wochen

Die von Buffer erhobenen Zahlen hören sich vielversprechend an. Die ersten Nutzer von Buffer haben in den ersten zwei Wochen durchschnittlich eine um 200 Prozent gesteigerte Klickrate auf die in ihren Tweets enthaltenen Links. Zudem sei auch die Zahl der Retweets deutlich angestiegen. Innerhalb von drei Wochen habe sie sich bei den Testpersonen verdoppelt. Insgesamt wurden 2.000 Nutzer über einen Zeitraum von sechs Wochen beobachten. Drei Wochen ohne Unterstützung von Buffer und anschließend drei Wochen mit Buffer.

So sieht es aus, wenn man einen Artikel in seinen Buffer verschiebt.

Wie funktioniert Buffer?

Buffer kann entweder über ein Webinterface oder über ein Browserplugin benutzt werden. Unterstützt werden Firefox, Chrome und Safari. Darüber hinaus gibt es noch ein Bookmarklet für alle Browser, eine App für Android und eine E-Mail-to-Buffer-Funktion, die auf allen mobilen Geräten funktioniert. Selbst einen Buffer-Button für die eigene Website gibt es schon. Über eine dieser vielen Möglichkeiten können die Nutzer nun interessante Inhalte aus dem Web zu Buffer transferieren und alles andere geschieht dann automatisch.

Buffer arbeitet dabei mit einem Algorithmus, der die besten Twitterzeiten anhand der Aktivitäten bei Twitter analysiert. Wer also beispielsweise mitten in der Nacht auf einige interessante Linktipps stößt, könnte sie, statt sie gleich zu versenden, mit Buffer zur optimalen Zeit vertwittern. Standardmäßig werden von Buffer vier Hauptzeiten zum Twittern angelegt, zu denen dann vorgehaltene Tweets rausgeschickt wurden. Die Zeiten lassen sich in den Accounteinstellungen aber auch manuell verändern.

Als interessanten Nebeneffekt haben die Macher von Buffer festgestellt, dass die Testpersonen im Durchschnitt 150 Prozent mehr Tweets versenden. Hintergrund ist hier wahrscheinlich die leichte Erreichbarkeit, denn ein Klick auf einen Button geht schneller, als zu twitter.com oder einem Client zu wechselt und dort die Links samt Nachricht einzugeben. Allerdings sollte man hier auch nicht den Experimentiereffekt außer Acht lassen. Wer sich ein Tool wie Buffer installiert, wird es dann auch nutzen, um es zu testen. Allein dadurch kann das Tweetvolumen schon steigen.

Für das Wochenende oder beliebige andere Zeiten gibt es übrigens auch noch einen Pause-Knopf. Ist er gedrückt, kann ein Nutzer seinen Buffer mit Tweets füllen, ohne dass diese gleich wieder rausgehen.

Später soll es auch noch eine Bufferversion geben, die auch für Facebook automatisch Posts zur besten „Sendezeit“ veröffentlicht.

Was bei Buffer noch unklar ist

Das zeitliche Vorplanen von Tweets läßt sich zwar auch mit vielen Clients erledigen, aber erstens ist das zum Teil sehr viel umständlicher und zum anderen stellt sich dem Nutzer dann immer noch die Frage, wann er denn einen Tweet einplanen sollte. Der Ansatz von Buffer ist also schon interessant und durch die einfache Nutzung über ein Plugin oder das Bookmarklet aus sehr bequem.

Die Frage die sich aber noch stellt: Wie arbeitet der Algorithmus genau? Die Frage ist schon deshalb wichtig, weil die besten Twitterzeiten von Land zu Land aufgrund der Zeitverschiebung unterschiedlich sind. Sollte Buffer hier einen gobalen Ansatz verfolgen, wäre das Tool wohl nur in den USA wirklich realitätstauglich. Viel besser wäre die Berechnung von lokalen Zeiten, zu denen die meisten Twitterer zum Beispiel einer Sprache aktiv sind. Geradezu ideal wäre ein Algorithmus, der nur auf der Basis der eigenen Follower ideale Zeiten für die Tweets berechnet.

Ich habe einen der beiden Gründer dazu angeschrieben und hoffe auf ein paar tiefere Einblicke in die Arbeitsweise des Algorithmus. Die werde ich euch dann entweder hier oder in einem weiteren Artikel weiterreichen.

Hier noch einige Bilder zu Buffer:

So sieht es aus, wenn man einen Artikel in seinen Buffer verschiebt.

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Wie findet ihr denn Buffer? Interessante Idee oder nur was für die ganz harten Twitterfans?

Weiterführende Links zu Buffer:

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Dein t3n-Team

13 Kommentare
Vincent

Hört sich interessant an –> […Die werde ich euch dann entweder hier oder in einem weiteren Artikel weiterreichen.],danke :)

Antworten
Leo Widrich

Falk, vielen Dank fuer den tollen und ausfuehrlichen Artikel und besonders dafuer alle features via den bildern zu zeigen!

Falls ihr Fragen habt, bitte wendet euch jederzeit an leo at bufferapp dot com! :)

Antworten
Jeffrey

Hört sich sehr interessant an. Werde ich mal testen, danke für den Tipp!

Aktuell kommt es bei mir in der Tat vor, dass ich Tweets teilweise in der Nacht absende, wo es wahrscheinlich nicht die Masse der Leute mit bekommt.

Teilweise verwende ich jedoch auch die Schedule-Funktion von TweetDeck. Aber wenn Buffer das gleich automatisch analysiert und erledigt ist das natürlich noch besser.

Antworten
Fred
Fred

Also timely.is kann das schon ewig, und ist komplett kostenlos.

Trotz allem hab ich auch Buffer im einsatz, und teste es seit ein paar Wochen.

Antworten
Jens

Ich nutze Twitter erst seit kurzer Zeit für mein Presseportal und muß mich in die Twitter-Materie erst noch reinarbeiten, aber die Feature von Buffer hören sich schon mal nicht schlecht an und ich werde es auf jeden mal unter die Lupe nehmen. Danke für den Tipp.

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Ralf

…wann kommt denn die Erweiterung Richtung Facebook? Das würde das Tool richtig rund (und unique) machen!?

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