News

Datenschutzprobleme bei Facebook: Messenger Kids betroffen

(Foto: Shutterstock)

Die Kids-Version von Facebooks Messenger-App war dafür gedacht, dass Kinder nur mit Personen chatten konnten, die von ihren Eltern autorisiert wurden. Genau das ist allerdings schief gelaufen.

Facebooks Chat-App Messenger Kids verfolgt genau ein Ziel und zwar, dass Kinder nicht in der Lage sind mit Benutzern zu interagieren, die nicht von ihren Eltern genehmigt wurden. Aufgrund eines Konstruktionsfehlers konnte dieser Schutz jedoch ganz einfach durch das Einrichten eines Gruppenchats umgangen werden. Kinder konnten ohne Probleme einen Gruppenchat betreten, in dem sich von den Eltern nicht genehmigte Fremde befanden.

Das Problem gestaltete sich wie folgt. An sich kann ein Kind nur ein Gespräch mit einem von den Eltern autorisierten Nutzer starten. Ein Gruppenchat kann auch nur mit Personen erstellt werden, für die eine Chatgenehmigung vorliegt. Allerdings wurde dabei nicht berücksichtigt, dass diese Personen andere Mitglieder hinzufügen können, für die andere Gruppenmitglieder keine Chatberechtigung besitzen. Das führte am Ende dazu, dass Tausende von Kindern in Chats mit nicht autorisierten Benutzern interagieren konnten.

Unklar, wie lang der Fehler bestand

Als Facebook das Problem bemerkte, wurden die betroffenen Gruppenchats stillschweigend geschlossen und die Benutzer informiert. Eine öffentlich Erklärung, worum es sich genau bei dem Problem handelt, gab es jedoch nicht.

Ein Facebook-Vertreter bestätigte gegenüber The Verge, dass die Benachrichtigung in den letzten Tagen an Tausende von Nutzern gesendet wurde: „Wir haben kürzlich einige Eltern von Nutzern des Messenger-Kids-Kontos über einen technischen Fehler informiert, der eine geringe Anzahl von Gruppenchats betrifft. Wir haben die betroffenen Chats deaktiviert und den Eltern zusätzliche Informationen zu Messenger Kids und Online-Sicherheit im Allgemeinen zur Verfügung gestellt.“

Unklar ist, wie lange der Fehler in der App vorhanden war. Gestartet wurde die Funktion des Gruppenchats jedenfalls bereits im Dezember 2017. Rechtlich ist die Datenschutzverletzung für Facebook besonders heikel, da Messenger Kids für Kinder unter 13 Jahren konzipiert wurde und somit noch dem Online-Datenschutzgesetz für Kinder unterliegt.

Zum Weiterlesen:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung