Entwicklung & Design

„Bürger-Apps“ programmieren: Digitale Werkzeuge für jedermann gesucht

Stadt Land Code - Bürgernahe App programmieren

Das Projekt „Stadt Land Code“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung digitaler Werkzeuge für Bürger voranzutreiben. Entstehen sollen nützliche Anwendungen für Bereiche wie Nahverkehr, Ver- und Entsorgung, Infrastruktur sowie Politik und Soziales. Gesucht werden Entwickler, die eine entsprechende Civic Killer App programmieren können. Unterstützung gibt es in Form von Workshops und Barcamps sowie „Hackstipendien“.

Apps programmieren: Hackstipendium winkt

Nach der bereits abgeschlossenen Einreichungsphase kommen an diesem Wochenende (17. und 18. November) die Entwickler mit den interessantesten Projekten und Ideen zu einem Workshop in Berlin zusammen. Dort wird über die Projekte diskutiert und es gibt Feedback von Experten, wie es bei Stadt Land Code heißt. Neben einer Vernetzung mit Entwicklern in Deutschland erwartet die 4 besten – von einer Jury ausgewählten – Projekte ein „Hackstipendium“ in Höhe von jeweils 2.500 Euro.

Stadt Land Code – Bürgernahe App programmieren

Während in den USA und Großbritannien zahlreiche Anwendungen existieren, in denen sich Bürger untereinander und mit dem Staat vernetzen können – wie Fixmystreet.com – steckt das Thema Bürger-Apps in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Ein Beispiel für eine bürgernahe Idee ist Pfandgeben.de. Auf der Seite können Bürger, die über Pfandflaschen verfügen, sich mit Pfandflaschensammlern in Verbindung setzen und so etwas Gutes tun.

Die Umsetzung der vom Inkubator Stadt Land Code angestoßenen Projekte soll im Zeitraum zwischen Dezember 2012 und März 2013 erfolgen. Die Präsentation ist für den 4. April 2013 angesetzt. Stadt Land Code ist ein Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und wird unter anderem von der Heinrich Böll Stiftung und Microsoft unterstützt.

https://vimeo.com/50223386
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Ein Kommentar
Code wieder-benutzen
Code wieder-benutzen

Schutz vor Abmahnungen fände ich wichtiger.
Sonst hätte ich schon längst zig Apps programmiert und könnte von den Werbeeinnahmen locker leben weil ich keine kostenlosen Praktikanten, Büros in New York, München, Berlin, usw bräuchte.

Crowd-Sourcing bzw. Crowd-Funding erkennt nicht, das die Kunden(Bürger, Leser, TV-Zuschauer, Webseiten-Nutzer, Sparer, ÖPNV-Nutzer, Studenten, Schüler…) Ideen haben, diese aber von jemand anderem locker erledigt werden können.

Leider bieten die kein Crowdea-Wiki (Crowd+Idea+Wiki) für Ideen an. Es gibt zig Ideen. Als Programmierer mit Festanstellung will man aber nicht mit Demokratisierungs-Projekten oder „Linken“ Ideen („GPL ist infektiös“(?) „640 Kilobyte sind genug für alle“ „3 Mainframes reichen weltweit“…) in Verbindung gebracht werden oder verliert seine Sicherheits-Einstufung.

Als Praktikant im Startup kann man auch mit Sandalen und Halstuch bei der Bewerbung erscheinen. Bei Festanstellung zum Tarif-Vertrag bei Schlipsträgern ist hingegen Anzug und Anpassung angesagt. Die FSF, Piraten, digiges, CCC, haben keine bezahlten Programmierer-Teams zur Volksverbesserung. Meedia schreibt heute, das die grünen-nahe-stehenden Redakteure der Frankfurter Rundschau wohl schlechte Chancen bei anderen Zeitungen haben. Als 20jähriger der auf Werbeversprechen vom angeblichen Fachkräftemangel hereinfällt, kommt die Realität des Arbeitsmarktes noch früh genug. Leider erst, wenn man sein Diplom hat und nur Praktikantenjobs kriegt… .

Die Projekte kann man problemlos so klein machen, das sie Programmier-Praktikanten erledigen können. Ich glaube sogar E-Techniker müssen inzwischen Informatik-Vorlesung und die Programmier-Basis-Praktika machen. Statt also die Aufgaben-Lösungen vom letzten Jahr abzuschreiben könnte man also kleine Tasks für die Bürger-Apps-Foundation erfüllen und mal was nützliches programieren und die Uni ins Gespräch bringen. Man kann auch Crowd-Funden oder Click-Workern um die Projekte gecodet zu kriegen.

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