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Byzantium: Das Ethereum-Update bringt weniger Entlohnung für Miner

Das Ethereum-Update dürfte nicht das letzte in den nächsten Monaten gewesen sein. (Bild: Wit Olszewski/Shutterstock)

Lange schon war es angekündigt, jetzt ist Byzantium, der erste Teil des Metropolis-Updates, da. Das soll die Kryptowährung Ethereum in die Zukunft führen und einige Neuerungen bringen.

Ethereum hat am Montag das Update Byzantium beendet. Dies beinhaltet einige Regeländerungen vor allem im Bezug auf die Mining-Bewertungen (in Zukunft erhalten Miner pro fertiggestelltem Block in der Blockchain nur noch drei statt fünf Ethereum-Einheiten), sodass die Netzwerk-Clients nicht abwärtskompatibel sind. Wer also keine aktuelle Version seiner Software verwendet (Geth Version 1.7.2 und Parity Version 1.7.6) sollte schleunigst ein Update durchführen. Denn wer mit älteren Versionen schürft, erhält für seinen Einsatz keine Ether mehr.

Dank Byzantium: Ethereum-Mining lohnt sich immer weniger

Wichtigste Neuerung ist, dass Miner für einen fertigen Block in der Blockchain weniger Ether als zuvor bekommen. Zudem wurde das „Ice Age“, was für einen exponentiellen Anstieg bei der Anstieg des Schwierigkeitsgrades für die Mining-Berechnungen sorgt, um 18 Monate nach hinten verschoben. Dadurch gestaltet sich das Mining zunehmend schwierig und wird – ähnlich wie bei anderen Kryptowährungen – immer weniger lukrativ für die Miner. Bei anderen Kryptowährungen passt sich die Schwierigkeit direkt an die Rechenleistung der Miner an. Das dahinterstehende Ziel ist klar: Die Nutzer sollen weg vom reinen Mining, hin zu Smart Contracts geführt werden. Für diese Smart Contracts hat das Update im Rahmen des Ethereum-Improvement-Proposal (EIP) einige Optimierungen gebracht. Noch nicht wie geplant mit Byzantium ausgerollt wurde der Wechsel vom Proof-of-Work- zum Proof-of-Stake-Konzept.

Byzantium ist der erste Teil eines Update-Pakets, das unter dem Projektnamen Metropolis läuft. Der zweite Schritt unter dem Namen Constantinople soll innerhalb der nächsten 18 Monate folgen (die Entwickler nennen 2018 als Zeitraum) und damit Ethereum auf die dritte von vier Entwicklungsstufen führen. Der Start für Byzantium war ursprünglich bereits vor rund einem Monat vorgesehen. Angesichts der dynamischen Veränderungen, die im Bereich Bitcoin in den letzten Monaten auf die Miner zugekommen sind, dürften diese Verzögerungen bei Ethereum aber geradezu wohltuend erscheinen. Wie beliebt Ethereum aktuell ist, zeigt übrigens die Knappheit bei der zum Mining benötigten Hardware. Die hierfür geeigneten Grafikkarten wurden in den letzten Wochen sogar teurer – eine ungewöhnliche Entwicklung im Hardwaremarkt.

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