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Her mit den Daten! Cambridge Analytica wird jetzt zur Auskunft gezwungen

Cambridge Analytica drohen rechtliche Konsequenzen, wenn das Unternehmen sich weiterhin weigert, Daten auszuhändigen. (Foto: Brian A Jackson/ Shutterstock)

Welche Daten woher und wozu über ihn erhoben wurden, wollte ein US-Bürger von Cambridge Analytica wissen – die Antwort war unvollständig. Jetzt drohen dem Unternehmen rechtliche Konsequenzen.

Die britische Datenschutzbehörde ICO (Information Commissioner’s Office) will Cambridge Analytica zur vollständigen Auskunft über die Daten von David Carroll zwingen. Der US-Professor hatte das schon vor über einem Jahr gefordert und seine Daten auch bekommen – aber ohne die Informationen, wie und weshalb sie erhoben wurden. Deshalb beschwerte er sich beim ICO, das der Muttergesellschaft SCL Elections jetzt 30 Tage Zeit gibt, die Informationen rauszugeben.

Kooperation verweigert – jetzt macht ICO rechtlichen Druck

Das Unternehmen habe sich geweigert, zu kooperieren und Anfragen zu beantworten, sagt die britische Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham in der ICO-Pressemitteilung. Es sei aber wichtig, dass alle Menschen verstünden, welche persönlichen Daten Cambridge Analytica hat und wie sie analysiert wurden. Die umstrittene Datenanalysefirma hat bis zu 87 Millionen Benutzerprofile von Facebook-Nutzern analysiert. Cambridge Analytica soll unter anderem in den Wahlkampf von Donald Trump und die Brexit-Kampagne verwickelt gewesen sein.

Im Januar 2017 hatte der US-Professor David Carroll Auskunft über seine Daten verlangt, im März die aus seiner Sicht unvollständige Aufstellung erhalten. Als das ICO sich an Cambridge Analytica wandte, wies das Unternehmen die Anfrage zurück und brach den Kontakt schließlich ab. Jetzt macht das ICO mit der 30-tägigen Frist Druck. Macht Cambridge Analytica dann immer noch dicht, drohen rechtliche Konsequenzen – und zwar unabhängig von einer Insolvenz.

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