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Nach Cambridge Analytica: Facebook sperrt zwei weitere Datensammler aus

(Foto: Nick Fox/Shutterstock)

Nach Cambridge Analytica hat Facebook zwei weitere Firmen wegen eines möglichen Datenmissbrauchs vorläufig von der Plattform ausgeschlossen.

Der Datenskandal um Cambridge Analytica zieht weitere Kreise: Mit Aggregate-IQ und Cubeyou hat Facebook zwei weitere Unternehmen wegen des Verdachts auf unrechtmäßiges Abschöpfen von Nutzerdaten vorläufig von der Social-Media-Plattform verbannt. Die kanadische Firma Aggregate-IQ soll in enger Verbindung zur Cambridge-Analytica-Mutterfirma SCL stehen. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe und behauptet, nie ein Teil von SCL oder Cambridge Analytica gewesen zu sein.

Das widerspricht jedoch den Aussagen des Whistleblowers Christopher Wylie, durch den der Cambridge-Analytica-Skandal öffentlich wurde. Darüber hinaus sprechen weitere Indizien dafür, dass es eine Verbindung zwischen SCL und Aggregate-IQ gab. Facebook hat Aggregate-IQ als Reaktion auf einen möglichen Zusammenhang mit Cambridge Analytica vorläufig von der Plattform ausgesperrt und will den Vorwürfen nachgehen. Aggregate-IQ war unter anderem in die Brexit-Kampagne verstrickt.

Cubeyou: Unternehmen soll ähnliche Methoden wie Cambridge Analytica angewendet haben

Cubeyou soll zwar in keiner direkten Verbindung zu Cambridge Analytica stehen, einem Bericht von CNBC zufolge könnte die Firma beim Datensammeln jedoch ähnliche Methoden angewendet haben. Das Unternehmen sammelte Nutzerdaten über Facebook-Quiz-Apps, die angeblich nur zu wissenschaftlichen Zwecken ausgewertet werden sollten. Nach Angaben von CNBC wurden sie jedoch auch weiterverkauft.

Sprecher von Cubeyou bestreiten die Vorwürfe. Es habe zwar eine Kooperation mit der Cambridge University gegeben, die sei jedoch 2015 abgelaufen und das Unternehmen hätte keinen Zugang mehr zu den in diesem Zusammenhang gesammelten Daten. Auch in diesem Fall hat Facebook das Unternehmen vorübergehend von der Plattform abgeschnitten. Erst wenn Cubeyou eine von Facebook durchgeführte Untersuchung besteht, soll der Schritt rückgängig gemacht werden.

Hintergrund: Facebook – Potenziell rund 310.000 deutsche Betroffene in Datenskandal.

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