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Vor Fusion mit Car2Go: Drivenow wird hundertprozentige BMW-Tochter

Carsharing. (Foto: BMW)

BMW übernimmt für 209 Millionen Euro die Drivenow-Anteile von Sixt. Damit wäre der Weg frei für die Fusion mit der Daimler-Tochter Car2Go.

Der bislang gemeinsam mit dem Mietwagenunternehmen Sixt geführte Carsharing-Dienst Drivenow wird zu einer hundertprozentigen BMW-Tochter. Das hat der bayrische Autobauer in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Sofern die Kartellbehörden dem Deal zustimmen, wäre der Weg damit frei für die Fusion von Drivenow und der Daimler-Tochter Car2Go.

Gerüchte über eine angebliche Zusammenlegung der beiden Carsharing-Dienste Car2Go und Drivenow halten sich seit Monaten hartnäckig. Entsprechende Berichte waren aber immer wieder dementiert worden. Im Mai 2017 hieß es etwa, dass die Daimler- und BMW-Töchter unter einer Marke operieren sollen. Jetzt schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf Firmenkreise, dass eine Fusion von Car2Go und Drivenow unmittelbar bevorstehe. Im Februar soll das Ganze öffentlich gemacht werden. Die Autobauer wollten den Bericht nicht kommentieren.

Den FAZ-Informationen zufolge sollen die beiden Marken aber als solche erhalten bleiben. Zusammengelegt werden soll dagegen das Backend samt IT-Technik. Auf einer gemeinsamen Internet-Plattform sollen die Angebote künftig gebündelt werden. Insgesamt sollen dadurch erhebliche Kosteneinsparungen möglich werden. Mit vereinten Kräften wollen die beiden deutschen Autokonzerne damit in Zukunft der stärker werdenden Konkurrenz um Uber oder Didi Chuxing die Stirn bieten.

Carsharing: 1,6 Millionen Car2Go- und Drivenow-Kunden in Deutschland

Zurzeit hat Car2Go, das zu 25 Prozent dem Autovermieter Europcar gehört, knapp drei Millionen Kunden, davon 870.000 in Deutschland. Das als Gemeinschaftsunternehmen von BMW und Sixt gegründete Drivenow kann auf eine Million Kunden, davon 720.000 in Deutschland verweisen. Beide konnten im vergangenen Jahr kräftig zulegen – um 30 beziehungsweise 25 Prozent. Drivenow bietet seinen Kunden 6.000 Fahrzeuge (BMW und Mini) an, Car2Go stellt 14.000 Autos, überwiegend Smarts, zur Verfügung.

Carsharing: Car2Go und Drivenow vor der Fusion. (Foto: dpa)

Bewertet wird das Carsharing-Geschäft der beiden Autobauer laut FAZ mit einer Milliarde Euro. Ob die Dienste profitabel sind, darüber gehen die Meinungen auseinander. Für die Konzerne dient die Autoflotte zum einen als Werbeeffekt. Darüber hinaus nutzen sie das Angebot auch, um mit Elektroautos zu experimentieren – Car2Go etwa bietet am Daimler-Standort Stuttgart eine komplett elektrisierte Carsharing-Flotte.

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Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 23. Januar 2017

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