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Cascadia Code: Microsoft veröffentlicht neue Schriftart für Entwickler

Microsoft bringt neuen Entwickler-Font. (Foto: Shutterstock)

Microsoft hat die Verfügbarkeit eines neuen, nicht-proportionalen Fonts namens Cascadia Code bekannt gegeben. Die Open-Source-Schriftart richtet sich an Entwickler und bietet Programmierern Glyphen.

Die Besonderheit an Microsofts neuem und freiem Entwickler-Font ist die Unterstützung von Glyphen. Diese werden beim Schreiben automatisch angewendet und helfen so, den Code lesbarer zu gestalten.

Cascadia Code: Rationelles Programmieren mit Glyphen

Cascadia Codes Ligaturen (Beispiel). (GIF: Microsoft)

Ansonsten ist Cascadia Code eine Monospace-Schrift, die der über zehn Jahre alten Consolas recht ähnlich ist. Letztere unterstützt allerdings keine Ligaturen. Cascadia Code kann aktuell zur Programmierung verwendet werden, lässt aber darüber hinausgehende Features, etwa die internationale Sprachenunterstützung, derzeit noch vermissen. Zudem gibt es aktuell nur einen Schnitt.

Cascadia Code: Speziell für Windows Terminal entwickelt

Der Monospace-Font Cascadia Code ist Teil der Neuentwicklung des Tools Windows Terminal, das kommandozeilenorientiertes Arbeiten produktiver machen soll. Cascadia Code wird unter der Open-Font-Lizenz veröffentlicht und steht auf GitHub zum Download bereit, wie die Terminal-Verantwortliche Kayla Cinnamon von Microsoft in einem aktuellen Blogbeitrag mitteilt. Windows Terminal wird die Schriftart ebenfalls mitbringen, wenn es offiziell veröffentlicht wird.

Schon auf der Build-Konferenz im Mai hatte Microsoft angekündigt, an einer neuen Monospace-Schriftart zu arbeiten. Via Twitter stellte Programmmanagerin Kayla Cinnamon vier Font-Namen zur Abstimmung. Mit einem knappen Drittel der Stimmen konnte Cascadia Code das Voting für sich entscheiden.

Der Twitter-Poll zur Namensfindung. (Screenshot: Microsoft)

Cascadia Code: Work in Progress

Cascadia Code kommt mit definierten Ligaturen, die hintereinander gesetzte Zeichen zu Glyphen verbinden. Das funktioniert in allen Entwicklungsumgebungen unter Windows, muss aber in Visual Studio Code einmalig manuell konfiguriert werden.

Cascadia Code wird von Microsofts langjährigem Auftrags-Font-Designer Aaron Bell und seiner Firma Saja Typeworks entwickelt, die unter anderem auch für den Segoie-UI-Ersatz Selawik verantwortlich zeichnet.

Passend dazu: Leon Sans: Diese Schriftart könnt ihr mit Code anpassen

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5 Kommentare
Stefan Rauser
Stefan Rauser

Die Schriftart enthält weder Umlaute, noch Sonderzeichen – daher also sinnlos. In Zeiten von Unicode ist es unerlässlich, auch diese Zeichen im Editor darstellen zu können.

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Dieter Petereit

Auf das Fehlen der internationalen Sprachunterstützung habe ich hingewiesen. In meinem PHP kommt aber auch kein Umlaut vor, von daher ist die Schrift für mich nicht „sinnlos“.

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Hans-Dieter Nowak

Typisch Amerikaner: Der Rest der Welt ist unwesentlich und interessiert mich daher nicht sonderlich.
Vielleicht gibt folgender Gedanke zu denken: Wenn in PHP kein Umlaut vorkommt, dann ist das für PHP überhaupt nicht störend. Es stört aber „saumaessig“, wenn damit sprachliche Systeme aufgebaut werden sollen, die saumäßig von Umlauten und sonstigen Sonderzeichen Gebrauch machen müssen, für die man dann immer auf andere Codes umsteigen muß.

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nipah
nipah

Nichts “typisch Amerikaner”: der Font enthält sehr wohl Umlaute und sonstige Buchstaben mit Akzenten, siehe https://github.com/microsoft/cascadia-code

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Dieter Petereit

Seit dem 4.10. unterstützt Cascadia auch Latin-1

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