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Test

Cassette: Die Interview-App für Designer im Test

(Screenshot: Cassette)

Die Interview-App Cassette will das klassische Notizbuch ersetzten. Wir haben die App getestet und berichten über unsere Ergebnisse.

Cassette soll euch beim Interviewen von Nutzern helfen und setzt dabei auf die künstliche Intelligenz Watson von IBM. Interviews spielen nicht nur für Journalisten eine wichtige Rolle, auch Nutzer-Interviews sind ein wichtiges Mittel, um die eigene Nutzerbasis zu verstehen und ihnen eine sinnvolle User-Experience (UX) zu bieten.

Das wohl spannendste Feature von Cassette besteht darin, die Interviews automatisch mit Hilfe der Cloud-Spracherkennung von IBMs Watson zu transkribieren – Deutsch wird derzeit noch nicht unterstützt. So sollt ihr euch völlig auf das laufende Interview konzentrieren können. Außerdem lassen sich wichtige Details für später abspeichern, hier können fünf verschiedene Bookmarks gesetzt werden. Auch diese Positionen werden gespeichert, damit ihr in der Abschrift schnell wiederfindet.

Cassette: UI und UX

Bereits beim Öffnen der App fällt das schlichte aber verständliche User-Interface auf, das Designern sehr entgegenkommen sollte. Bei Beginn eines Interviews habt ihr die Möglichkeit, dem Interview einen Namen zu geben und auszuwählen, ob es transkribiert werden soll oder nicht. Euch werden ebenfalls die verfügbaren Minuten angezeigt – die sind vom Abo-Modell abhängig. Dann geht die Aufnahme schon los. Während der Aufnahme habt ihr verschiedene Optionen euch Notizen zu machen. Außerdem kommen hier die fünf Bookmarks zum Einsatz. Leider sieht der Nutzer während der Aufnahme keinen Zeitstrahl, auf dem er seine bisherigen Notizen oder Bookmarks überblicken kann, sondern lediglich die Aufnahmedauer.

Erst wenn die Aufnahme zu Ende ist, bekommt ihr eine Timeline mit den von euch gesetzten Bookmarks und Notizen angezeigt. Weitere Notizen lassen sich auch nachträglich noch hinzufügen. Wie ihr die Bookmarks einsetzt, ist euch überlassen. Bei einem Interview zu zweit lohnt sich beispielsweise die Verwendung von zwei farbigen Bookmarks, um schneller auf Fragen und Antworten zugreifen zu können. Des Weiteren erlaubt es die Anwendung, auf dem Zeitstrahl 15 Sekunden vor- oder zurückspulen. Ist ein Interview fertig, könnt ihr das im Anschluss in eure Cloud und Notizen laden oder über Messenger wie Whatsapp als Audio-Datei verschicken.

Cassette im t3n-Test

Da zurzeit leider nur Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch, Japanisch und Portugiesisch möglich sind, haben wir unseren Test auf Englisch durchgeführt – weitere Sprachen sollen kommen. Die kostenlose Testphase erlaubt leider nur das Transkribieren von einmalig 30 Minuten. In unserem Test versuchten wir, ein Gespräch mit wechselnder Stimme aufzunehmen. Die App transkribiert anschließend automatisch – leider nichts von dem, was wir gesagt haben. Die einfachsten Wörter nimmt die App richtig auf, den größten Teil der Botschaft hat sie allerdings nicht verstanden. Hier besteht auf jeden Fall noch Optimierungsbedarf.

Fazit

Unser Fazit ist durchwachsen, da die App in vielen Dingen optimierungsbedürftig ist. Dazu zählt die Unterstützung von mehreren Sprachen, besonders Deutsch, und auch die bessere Erkennung einzelner Wörter. Bei lauten Hintergrundgeräuschen ist eine saubere Aufnahme fast unmöglich. Da die App keinen Satz richtig transkribiert hat, ist sie in unserem Test leider durchgefallen. Cassette punktet zwar mit einem schicken App-Design – die fehlende Sprachunterstützung lässt aber zu viele Wünsche offen. Außerdem empfinden wir 10 US-Dollar für nur drei Interview-Stunden als etwas teuer, wenn man bedenkt, dass nur ein Interview auch mal eine Stunde dauern kann. Ob die App das klassische Notizbuch also wirklich ersetzt, vor allem bei Journalisten, bezweifeln wir.

In der Galerie findet ihr paar Impressionen der App.

(Screenshot: t3n)

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