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Celonis steigt nach 50-Millionen-Runde zum Einhorn auf

Die Celonis-Gründer Alexander Rinke, Bastian Nominacher und Martin Klenk. (Foto: © Julian Baumann/ Celonis)

Das Münchner Datenanalyse-Startup Celonis erhält 50 Millionen US-Dollar und steigt damit zum Einhorn auf. Das Geld stammt von Investoren, die bereits Facebook und Spotify entdeckten.

Was läuft falsch im Unternehmen? Wo gibt es Einsparpotenziale, wo ein Kommunikationsproblem? Das ist vereinfacht gesagt das Geschäftsmodell von Celonis. Das Münchner Startup visualisiert mit einer Software wichtige Prozesse in Unternehmen und lässt sich im Gegenzug für Verbesserungsvorschläge bezahlen.

Celonis angeblich eine Milliarde Dollar wert

Eine überaus erfolgreiche Idee: 27,5 Millionen Dollar Risikokapital hat Celonis seit seiner Gründung 2011 bereits von Investoren eingesammelt. Jetzt kommt nochmal eine beachtliche Summe obendrauf, wie das von drei Studenten gegründete Unternehmen am Dienstag mitteilte. Demnach schießen die Bestandsinvestoren um Accel und 83North (vormals Greylock) rund 50 Millionen Dollar nach.

Vor allem Accel ist ein in der globalen Tech-Szene hochprominenter Name, da die VC-Firma aus den USA bereits früh in Unternehmen wie Facebook und Spotify investierte. Nicht weniger bemerkenswert ist auch die Bewertung von Celonis: Die soll mit dem neuen Investment bei angeblich einer Milliarde Dollar liegen. Damit wäre die deutsche Startup-Landschaft um ein sogenanntes Einhorn reicher.

Virtuelle Röntgentechnologie

Gegründet wurde Celonis von den drei Studenten Alexander Rinke, Bastian Nominacher und Martin Klenk. Das Herzstück der inzwischen auf 400 Mitarbeiter angewachsenen Firma ist ein Algorithmus, der aus zusammenhangslosen Datenhaufen nachvollziehbare Arbeitsabläufe erstellt. Dazu werden über Schnittstellen gängige ERP- oder CRM-Systeme angezapft und analysiert. So sollen sich Kunden die kostspielige Beauftragung von Unternehmensberatern sparen. Zu den Kunden von Celonis zählen unter anderem Siemens, Bayer, Cisco und Vodafone.

Mit dem frischen Kapital will Celonis nun die Software weiterentwickeln. „Wir wollen die Technologie unseren Kunden noch besser und noch schneller verfügbar machen“, sagt Gründer Bastian Nominacher im Gespräch mit t3n.de. „Außerdem wollen wir uns in den nächsten Monaten auf die weitere Expansion konzentrieren.“ Geplant sei neben neuen Standorten im Ausland auch ein personelles Wachstum auf bis zu 700 Mitarbeiter bis 2019. Auch künftige Übernahmen will Nominacher nicht ausschließen.

Die für das bisher eingesammelte Risikokapital vergleichsweise hohe Bewertung begründet Nominacher mit der außergewöhnlichen Entwicklung von Celonis. Das Unternehmen arbeite bereits profitabel und habe im vergangenen Jahr einen „überdeutlichen“ Umsatzsprung hingelegt. Konkrete Zahlen nennt Celonis nicht. Bereits 2015 soll der Umsatz aber bei rund zehn Millionen Euro gelegen haben

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