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Startups

CEO-Interview mit Eva Missling, 12Designer: „Es gibt für mich keine klassischen Meilensteine mehr“

Unsere Reihe mit Startup-CEO-Interviews setzt heute Eva Missling von 12Designer fort. Das Berliner Startup setzt auf „Crowdsourcing“ und bietet Unternehmen und Designern ein Portal zur Durchführung von Design-Projekten als Wettbewerb. Im Mail-Interview erklärt die Gründerin und Geschäftsführerin Eva Missling wie die Idee für das Unternehmen entstand und welche Aspekte ihres Jobs sie besonders schätzt.

Wie ist die Idee zu 12designer entstanden?

In den letzten acht Jahren war ich als Projektleiterin in großen Internetagenturen tätig und habe in meiner täglichen Projektarbeit sowohl mit Auftraggebern, als auch mit den ausführenden Kreativen zu tun gehabt und zwischen ihnen vermittelt, sowie an vielen Pitches um Agenturetats teilgenommen. Dabei ist die Idee herangewachsen, dass man Angebot und Nachfrage für Design-Projekte direkt über das Internet zusammenführen kann. In einem Brainstorming mit einem Kollegen im Jahr 2007 entstand dann die Idee, Kreativ-Projekte als Wettbewerb anzubieten.

Woher hast Du den Mut zum Gründen genommen?

Ich habe das nicht als Mut empfunden. Die Zeit war einfach reif für diese Idee und alles andere hat sich dann wie von selbst ergeben. Zudem hatte ich mit der Grupo Intercom von Anfang an einen erfahrenen Investor an der Seite. Das gibt natürlich Sicherheit.

Was waren die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zum Start? (z.B. rund um Finanzierung, Teamsuche, Umsetzung)

Alle Elemente sind gleichermaßen wichtig für den Erfolg, daher gibt es für mich auch keine klassischen Meilensteine mehr. Jede Aufgabe zieht eine neue Aufgabe nach sich und will gelöst sein. Zuletzt sind wir eine Partnerschaft mit den Codingpeople eingegangen. Dort können unsere Kunden ihr Webdesign zu Vorzugspreisen in valides XHTML überführen lassen und erhalten damit in kürzester Zeit alles rund um ihre neue Website bei uns.

Was war oder ist bis heute die größte Hürde (und wie habt Ihr sie überwunden oder wie wollt Ihr sie überwinden)?

Wir stehen jeden Tag aufs Neue vor der Herausforderung, Auftraggebern und Designern mit unserer Plattform gleichermaßen gerecht zu werden. Dafür gibt es kein Geheimrezept, aber der Schlüssel zum Erfolg liegt in der täglichen Kommunikation auf der Plattform. Transparenz, Ehrlichkeit und Klarheit in der Kommunikation sind unser wichtigstes Handwerkszeug.

Deine Lieblingsaufgabe im Moment?

Derzeit steht die Erweiterung unserer Plattform in zwei weiteren Sprachen auf der Agenda. Nach unserem Start im März 2009 in Deutschland haben wir kurze Zeit später auch eine englische und eine spanische Version gelauncht. Jetzt folgen Italienisch und Französisch. Das ist jedes Mal eine spannende Herausforderung, weil alles - unter Berücksichtigung der nationalen Eigenheiten - auf den Punkt vorbereitet sein muss. Wir gehen unsere Internationalisierung mit einem kleinen Team an Muttersprachlern von Berlin aus an - das macht großen Spaß und der Mix an Nationen ist eine echte Bereicherung.

Eva Missling von 12Designer
Eva Missling von 12Designer

Wenn Du Dir für 12designer etwas wünschen könntest...

Spannende Design-Projekte, ideenreiche Designer und viel gutes Design - wie jeden Tag!

Das Schönste als CEO ist...?

Ich kann mein Team selbst zusammenstellen und mit Leuten arbeiten, die ich mag. Auch fachlich ist es toll, alle meine Ideen mit Leben zu füllen und zu überprüfen.

Dein aktuell liebstes Tool?

Skype ist mein Kommunikationstool Nr. 1 und nicht mehr aus unserem Startup-Alltag wegzudenken.

Mac oder PC?

Mac und PC.

Was wird der nächste große Hype im Web?

Ich denke, das Thema Crowdsourcing ist noch lange nicht ausgeschöpft, das wird noch viele neue Geschäftsmodelle hervorbringen. Und natürlich das Thema Mobile Web und Location Based Services – hier wird ja schon seit Jahren ein Boom vorhergesagt und ich glaube in 2010 gibt es einen Schub.

Wie heißen deine Lieblingswebsites?

Das hängt stark vom Thema ab, was Design angeht, schaue ich mir gerne asiatische Design-Websites an. Aber auch deutsche Klassiker wie www.dasauge.de mag ich.

Mehr Informationen zu 12Designer findet man in unserem Startup-Portal. Zum generellen Pro und Contra in Sachen Crowdsourcing siehe die Diskussionen in den Kommentaren unter diesem Beitrag.

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Eine Reaktion
Justin

Hallo an alle Kritiker dieser Konzepte,
wir haben hier ein weiterer Portal entwickelt: http://www.crealantis.de
Das besondere hierbei ist, dass zum einen der Auftraggeber den Logoauftrag ersteinmal kostenlos einstellen kann. 1 Woche lang bekommt er Entwürfe. Wenn ihm diese Entwürfe überzeugen, macht er weiter und bezahlt den Auftrag. Wenn nicht kann er von seinem Auftrag zurück treten. Weiterhin bekommt nicht nur ein Designer das Honorar. Der Gewinner erhält nur einen Teil davon. Der andere Teil wird auf die Designer aufgeteilt, welche gute Entwürfe eingereicht haben. Der Kunde bewertet die Designs mit 1 bis 5 Sterne. Alle Designentwürfe ab 3 Sterne erhalten einen Teil des Honorars.
Wir denken, dass auf dieser Weise mehr Gerechtigkeit für die Designer entsteht.

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