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CES 2017: Das sind die Visionen von BMW, Hyundai und Toyota

(Bild: BMW)

Der Hype um CES in Las Vegas, der größten Messe für Unterhaltungselektronik, zieht.

Ein neuer Stellenwert für den Innenraum des Autos

Bereits vor dem Messeauftakt am heutigen Donnerstag präsentieren BMW, Hyundai und Toyota Konzeptfahrzeuge, die dank Vernetzung die Bedürfnisse des Fahrers kennen – und diese in den Mittelpunkt stellen. Für den Premiumanbieter BMW entwickele sich laut Marketingleiterin Hildegard Wortmann die Bedeutung des Claims „Freude am Fahren“ zunehmend weg von dem, was unter der Motorhaube geschehe, hin zur ganzheitlichen Wahrnehmung des Fahrerlebnisses.

Der Innenraum des Autos bekomme dabei einen neuen Stellenwert und wandle sich zum Lebensraum, weil die Zeit im Auto mit anderen Tätigkeiten als Autofahren intensiver genutzt werden könne.

Wie die Münchner sich das vorstellen, zeigt die Studie BMW i Inside Future, die als Vorbote des für 2021 geplanten BMW i5 gilt. Die Studie wartet mit neuartigen Sitzen und dem virtuellen Bedienkonzept Holoactive Touch auf, dessen frei im Raum schwebende Anzeige mit Fingergesten bedient wird, die mit Ultraschallwellen eine haptische Rückmeldung bekommen. Im Vordergrund steht aber auch hier die individuelle Anpassung an den jeweiligen Fahrer, die auch Stimmungen einbezieht und beispielsweise darauf abgestimmte Routenvorschläge erstellen kann.

Geht es nach Hyundai, könnte das Auto in Zukunft ein Teil der Wohnung sein (Bild: Hyundai)

Geht es nach Hyundai, könnte das Auto in Zukunft ein Teil der Wohnung sein (Bild: Hyundai)

Wohnraum soll auf Fahrgefühl treffen

Noch einen Schritt weiter geht die „Mobility Vision“ von Hyundai: Hier wird das Fahrzeug sogar Bestandteil des Hauses beziehungsweise des Wohnraums, indem es an die Seitenwand angedockt wird – auch mit dem Ziel, in dicht besiedelten urbanen Räumen Platz zu sparen. „Move while living, and live while moving“ umschreiben die Koreaner das Konzept des „Hyper connected Cars“ auf Englisch, das auch in diesem Fall nur dank der umfassenden Vernetzung des Autos mit seiner Umwelt im Internet der Dinge realisierbar sein wird.

Nicht zuletzt, um dabei die großen Herausforderungen im Umgang mit der Fülle an Daten und deren Sicherung bewältigen zu können, kooperiert Hyundai dabei seit April 2016 mit dem IT-Konzern Cisco.

Auch Toyota arbeitet an einen Concept-Car (Bild: Toyota)

Auch Toyota arbeitet an einen Concept-Car (Bild: Toyota)

Toyota setzt auf künstliche Intelligenz

Toyota vertraut bei seiner in Las Vegas vorgestellten Studie „Concept-i“ künstlicher Intelligenz (AI) und setzt einen Roboter zur Interaktion des Fahrers mit dem Fahrzeug ein. „Die entscheidende Frage ist nicht, ob die Fahrzeuge künftig technisch für Autonomes Fahren und Connectivity gerüstet sind, sondern die konkrete Erfahrung der Personen, die mit dem Fahrzeug umgehen“, sagt Bob Carter, Senior Vice President Automotive Operations bei Toyota.

Interessanterweise vertrauen die für ihre eher pragmatisch funktionalen und wenig emotionalen Fahrzeuge bekannten Japaner ausgerechnet auf die Fähigkeiten des AI-Agenten namens Yui, um „Kinetic Warmth“ zu erzeugen, also dem Fahrer ein Gefühl von Wärme, Willkommensein und Freude zu vermitteln. Yui zeige sich laut Toyota äußerst lernfähig dabei, die Vorlieben der Insassen zu erfassen und antizipieren. Die Interaktion erfolgt dabei über Sprache und Leuchtdioden.

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