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CES 2018: Eine 82-jährige Startup-Gründerin will Babys und Hunde retten

(Bild: saveourlovedones.com)

Sie hat einen eigenen Stand auf der CES in Las Vegas, durch die Hallen fährt sie mit einem Rollstuhl: Carol Staninger ist die wohl älteste Startup-Gründerin auf der Tech-Messe.

82 Jahre alt: Startup-Gründerin auf der CES

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas kämpft mit zusammenbrechenden Mobilfunknetzen, Megastaus und Stromausfällen – da kommt den 170.000 Besuchern eine positive Attraktion gerade recht: Carol Staninger ist mit ihren 82 Jahren die wohl älteste Startup-Gründerin auf der CES 2018. Als Chefin von Ancer LLC hat Staninger gemeinsam mit ihren beiden Kindern ein Überwachungssystem entwickelt, das Babys und Hunde im Sommer vor dem Hitzetod in geparkten Autos schützen soll.

Startup-Gründerin Carol Staninger im Kreise ihrer Unterstützer bei Save Our Loved Ones. (Bild: Instagram/Saveourlovedones)

„Save Our Loved Ones“ heißt der Prototyp des Lebensretters. Das Gerät ist etwas kleiner als eine Rauchmelder und wird innen am Dach des Autos befestigt, wie Engadget berichtet. Der Sensor registriert Bewegungen und gibt bei Auffälligkeiten Alarm an einen Anhänger, den der Autobesitzer an seinem Schlüssel trägt. Der Alarm wird aber nur ausgelöst, wenn dieser Anhänger sich mehr als fünf Meter von dem Auto entfernt befindet, etwa wenn Eltern oder Hundebesitzer zum Einkaufen gehen und das Auto auf dem Parkplatz steht.

Staninger, die 42 Jahre in einem Krankenhaus gearbeitet hat (meistens als Sekretärin), kam in den 1960er-Jahren erstmals mit Technologie in Berührung – in Form einer elektrischen Schreibmaschine von IBM. Die Technologie habe die Dinge besser gemacht, meint die 82-Jährige heute. Auf das Thema Kinder und Hunde in überhitzten Autos ist Staninger in den Medien gestoßen. Allein in den USA starben im vergangenen Jahr 42 Kinder in einem zu heißen Auto – die meisten von ihnen jünger als zwölf Monate.

Alarmgerät: Startup sucht potente Geschäftspartner

Das von Staninger entwickelte Gerät, das sie gemeinsam mit dem US-Hersteller CMS Worldgroup auf den Markt bringen will, soll rund 300 US-Dollar kosten. Die ersten Lebensretter könnten schon im Herbst verkauft werden. Auf der CES sollen Lizenzen verkauft werden – insbesondere an größere Kommunikationskonzerne oder Gerätehersteller. Bisher hat Staninger 170.000 US-Dollar in das Projekt gesteckt. Sie sei bereit, überall hinzufahren und mit jedem zu sprechen, erklärt die 82-Jährige.

Interessant in diesem Zusammenhang: Dieser 14-jährige Startup-Gründer schlug ein 30-Millionen-Dollar-Angebot aus

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